Vorbereitung Stadt will vier Tage Jubiläum feiern

Eine Steuerungsgruppe feilt schon seit rund eineinhalb Jahren am Programm für das Stadtjubiläum von Ebersbach im Jahr 2020. Mitglieder des Arbeitskreises sind Vertreter der Verwaltung und der Fraktionen im Gemeinderat, der Vereine sowie der Gewerbetreibenden.
Eine Steuerungsgruppe feilt schon seit rund eineinhalb Jahren am Programm für das Stadtjubiläum von Ebersbach im Jahr 2020. Mitglieder des Arbeitskreises sind Vertreter der Verwaltung und der Fraktionen im Gemeinderat, der Vereine sowie der Gewerbetreibenden. © Foto: TOBIAS FLEGEL
Ebersbach / TOBIAS FLEGEL 20.07.2018

Die Befürworter eines mehrtägigen Festes an einem Ort haben sich bei der Planung des Stadtjubiläums von Ebersbach im Jahr 2020 durchgesetzt. Vier Tage lang soll das 750-jährige Bestehen im Juli rund um ein Festzelt auf dem Parkplatz beim Viehmarkt gefeiert werden, sagte Thomas Müller am Donnerstag auf Nachfrage. Der Standortförderer ist ein Mitglied der Steuerungsgruppe, die das Programm im Jubiläumsjahr auf die Beine stellt und die Veranstaltungen koordiniert. Die Anhänger von Feierlichkeiten an mehreren Orten im Stadtgebiet fanden keine Mehrheit in dem Gremium, berichtete Müller.

Das Fest vom 10. bis 13. Juli mit einem Umzug soll die zentrale Veranstaltung im Jubiläumsjahr werden, aber keineswegs die einzige. Vor und nach der mehrtägigen Feier im Sommer soll es wie bisher einen „Ebersbacher Frühling“ und einen „Ebersbacher Herbst“ geben. Im Gegensatz zu den sonst üblichen verkaufsoffenen Sonntagen ist für 2020 jedoch ein deutlich üppigeres Rahmenprogramm an den beiden Terminen vorgesehen. Neben diesen drei Veranstaltungsblöcken will die Stadt verschiedenen Marksteinen in der 750-jährigen Geschichte von Ebersbach eigene Veranstaltungen widmen. Ein Festakt am 12. Februar soll das Jubiläumsjahr offiziell einläuten.

Alle Veranstaltungen sollen nicht nur die Stadt, sondern auch ihre sechs Teilorte abbilden. Diesen Entwurf stellte Thomas Müller am Dienstagabend im Gemeinderat vor und erntete dafür die Zustimmung aller Bürgervertreter. Die Kosten für das gesamte Programm belaufen sich auf 245 000 Euro.

In das Konzept sind Vorschläge von Einwohnern, Gruppen, Vereinen, Gewerbetreibenden und der Stadt eingeflossen. „Einzelne Ideen haben mich auf unterschiedlichem Weg erreicht“, berichtet Müller. Manche schickten ihm ihre Vorschläge per E-Email, andere steuerten ihre Anregungen bei der Auftaktveranstaltung einer Bürgerbeteiligung im Mai bei.

Die gesammelten Ideen dienen den Organisatoren als Wegweiser: „Den Leuten ist wahnsinnig wichtig, dass man sich mehr mit der Fils und dem Ebersbach beschäftigt“, sagt der Standortförderer. Der Überbegriff „Wasser“, der neben dem Fluss und dem Bach das Waldhöhenfreibad mit einschließt, soll im Jubiläumsjahr eine Woche in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Als weitere thematische Schwerpunkte sind neben der Stadtgeschichte, Kunst und Kultur, Gastronomie und Kulinarik sowie andere Aktivitäten vorgesehen, die in keine der genannten Kategorien passen.

Die Hilfe von Ehrenamtlichen wird eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Umsetzung spielen, denn allein sind die vielen Veranstaltungen für die Stadt nicht zu stemmen. Die Steuerungsgruppe verteilt die Arbeit deshalb auf mehrere Schultern: Verantwortlich für das Jubiläumsfest im Juli ist der Verbund Ebersbacher Vereine (VEV), den Ebersbacher Frühling und Herbst soll der Marketingverein Pro Ebersbach auf die Beine stellen und den Festakt sowie die historischen Veranstaltungen die Stadt.

Von den Anstrengungen der Beteiligten und dem Geld, das in das Programm fließt, soll nach dem Willen der Steuerungsgruppe auch nach 2020 noch etwas zu sehen sein. „Wir wollen etwas Bleibendes schaffen“, sagte Müller im Gemeinderat. Der Standortförderer denkt dabei an handfeste Einrichtungen wie einen „Flowtrail“ in Büchenbronn oder einen Kunstwanderweg, aber auch an Formate wie ein Kindermusical.

Infokasten

Koordination Die Steuerungsgruppe besteht aus Vertreten der Verwaltung, der Fraktionen im Gemeinderat sowie aus Vertretern des Verbunds Ebersbacher Vereine (VEV) und des Marketingvereins „Pro Ebersbach“.

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