Mit dem Barbarossa Homerun reagieren die Macher des Berglaufs auf die Corona-Krise. Da der Wettkampf im Mai ausfallen muss, organisiert die Medienagentur Staufen Plus einen virtuellen Lauf, bei dem jeder Teilnehmer für sich alleine mitmachen kann. Gleichzeitig werden regionale Unternehmen unterstützt.

„Wir wollen mit dem Barbarossa Homerun eine Alternative zu den abgesagten Laufevents in der Region bieten“, sagt Lisa Hartleb von der Agentur Staufen Plus, die selbst den Barbarossa-Berglauf in den Herbst verschieben musste. „Wir haben gemerkt, wie groß die Enttäuschung bei vielen ambitionierten Laufbegeisterten war, als die Absagewelle begonnen hat – schließlich haben viele über die Wintermonate schon fleißig trainiert und haben sich auf die Wettbewerbe im Frühjahr gefreut“, berichtet sie.

„Haustür ist die Startlinie“

So sei die Idee geboren, im Filstal einen „virtuellen Wettkampf“ an den Start zu bringen, bei dem die Menschen von zuhause aus mitmachen können, egal wo sie wohnen. „Die Haustür ist die Startlinie“, erklärt Lisa Hartleb mit einem Augenzwinkern. Jeder kann und soll in seiner direkten Umgebung seine ganz individuelle Strecke laufen - alleine. Wann man will und wo man will. Und mit dem eigenen Tempo.

„Wir wollen bewusst nicht, dass sich aktuell Laufgruppen treffen. Jeder soll alleine unterwegs sein, rund um seine ,Homebase‘ – daher auch der Name“, so Lisa Hartleb. Trotz geltenden Ausgangsbeschränkungen sei es wichtig, sich zu bewegen und an die frische Luft zu gehen. Auch, um dem Lagerkoller zu entkommen. „Die Freude am Laufen kann uns niemand nehmen.“

Mehrere Challenges zur Auswahl

Aktuell sind es fünf Disziplinen, in denen man beim Homerun an den Start gehen kann – immer wieder sollen weitere hinzukommen, mit neuen Herausforderungen. Man kann eine oder mehrere der Aufgaben absolvieren. Los geht‘s ab sofort jederzeit. Nach der Online-Anmeldung erhält man per E-Mail eine Startnummer und dann heißt es „Challenge accepted“. Bis spätestens 10. Mai müssen dann die Ergebnisse eingereicht werden. So lange läuft die erste Challenge-Runde. „Die Zeitnahme läuft auf Vertrauensbasis“, erklärt Lisa Hartleb. Per Smartphone-App oder Pulsuhr werden die GPS-Daten aufgezeichnet und zum Beispiel als Screenshot per E-Mail dem Wettkampfbüro übermittelt – zusammen mit einem „Zielfoto“, das man nach erfolgreicher Challenge von sich machen kann. In einer Bestenliste werden die Ergebnisse festgehalten, auf der Webseite stehen die „Zielfotos“ der Challenge-Teilnehmer dann in einer Finisher-Galerie. Bei allem Ehrgeiz stehe der Spaß am Laufen im Vordergrund, dennoch bietet der Barbarossa Homerun einen gewissen Wettkampfcharakter. „Dabei sein ist alles und Fairness siegt“, so das Motto.

Unterstützung für die Region

Nicht nur das Läuferherz freut sich über das Angebot, auch die Gewerbetreibenden in der Region dürfen sich freuen. Die Hälfte der Startgebühren kommen in einen Jackpot, aus dem dann zum Ende der Challenge-Runde im Mai Einkaufsgutscheine von regionalen Einzelhändlern, Gastronomen und Betrieben gekauft werden – eine kleine Unterstützung in der aktuell oft schweren Situation der Betriebe. „Die Gutscheine werde dann unter allen Teilnehmern verlost“, kündigt Lisa Hartleb an. Daneben gibt es Ruhm und Ehre, eine Teilnehmerurkunde und eine Finisher-Krone.

Informationen und Anmeldung: www.barbarossa-homerun.de

Überblick über die verschiedenen Läufe


Solorun-Challenge über 5, 10 oder 21 Kilometer: Die Teilnehmer starten auf ihrer individuellen Laufstrecke, legen die Distanz an einem Stück zurück und halten diese per GPS-Daten fest, die dann für die Auswertung genutzt werden.

Wochen-Challenge: Der Marathon in einer Woche. Die Teilnehmer haben sieben Tage Zeit, 42,195 Kilometer zu laufen – entweder am Stück oder in einzelnen Etappen. Die von den Läufern zur Verfügung gestellten GPS-Daten werden auch hier ausgewertet.

Wochen-Special: Dog-Run. Die Teilnehmer haben sieben Tage Zeit, 20 Kilometer zurückzulegen – gemeinsam mit ihrem Hund. Beweisfotos und GPS-Daten zählen auch hier.

Charity: Die Hälfte der Startgebühren kommen in einen Jackpot, aus dem dann Gutscheine lokaler Einzelhändler gekauft und verlost werden – so profitieren zum Beispiel Einzelhändler und Gastronomen kurzfristig durch die Aktion. Hier vor Ort.