Uhingen / TOBIAS FLEGEL Der neue Gemeinderat und die Bürger sollen über die Bebauung entscheiden. Das 1,2 Hektar große Gelände gehört der Stadt.

Nur eine Viertelstunde dauerte es am Dienstag, bis ein Bagger ein 125 Jahre altes Bauwerk in Uhingen dem Erdboden gleichgemacht hatte. Um 8.15 Uhr begann Maschinenführer Siegfried Beck damit, den rund 30 Meter hohen Schornstein der einstigen Spinnweberei von oben her abzureißen. Gegen 8.30 Uhr war von dem Schlot, aus dem früher der Heizungsdampf des Textilbetriebs entwich, nur noch ein Haufen Ziegelsteine übrig.

Eine der wenigen Zeuginnen des Abrisses war Zita Stefan, der die Beseitigung des Schornsteins nahe ging. „Sonst wäre ich nicht gekommen“, sagte sie. Die 83-jährige Frau aus Uhingen war um 8 Uhr an den Bauzaun gekommen, weil sie als junge Frau sieben Jahre lang in der Spinnweberei gearbeitet hatte.

Wie Zita Stefan und ihre Kolleginnen in der Spinnerei webten, wie ihre frühere Arbeitsstätte seit Januar Stück für Stück verschwand und was mit dem Bauschutt geschieht, lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe der NWZ und im E-Paper.

Abriss Die letzten Minuten des Uhinger Kamins