Lauterstein / DANIEL GRUPP Der Bau der Lauterbrücke in Nenningen liegt im Zeitplan. Die Verkehrslage ist ruhig, da der überörtliche Verkehr auf die Sperrung reagiert hat.

Die Erneuerung der Lauterbrücke in Nenningen hat nach Einschätzung von Bürgermeister Michael Lenz bisher gut funktioniert. Seines Wissens nach liege der Bau der neuen Brücke gut im Zeitplan. Der neu betonierte Brückentrog sitzt schon im Bachbett, während die Lauter völlig unscheinbar in einer schwarzen Kunststoffröhre an der Baustelle vorbei fließt.

"Diese Arbeiten konnte man nur im Sommer machen", erklärt der Lautersteiner Rathauschef. Nur dann sei der Wasserstand des Baches niedrig genug. Natürlich gehöre auch Glück dazu, wenn das Wetter tatsächlich so trocken bleibt, wie in den vergangenen Wochen. "Es ist ideal, wenn so wenig Regen fällt."

Die Sommerferien waren aber auch der einzige Zeitpunkt, zu dem die Bundesstraße ohne große Probleme gesperrt werden konnte. Daher hofft Lenz, dass die Arbeiten, wie geplant, am 12. September beendet werden. Seit Ferienbeginn ist die B 466 am östlichen Ortsende von Nenningen gesperrt. Obgleich weiträumig darauf hingewiesen wird, dass die Bundesstraße zur Sackgasse wird, kam es in den ersten Tagen zu chaotischen Zuständen. Große Lastwagen sind in den Ort hingefahren, kamen nicht mehr weiter und haben sich Zentimeter um Zentimeter durch kleine Wohnstraßen gequält.

Das sei jetzt viel besser geworden, berichtet Lenz. "Die Verkehrsregelung funktioniert." Wenn sich Lastwagen trotz Sperrhinweisen in den Ort verirren, werden sie ein letztes Mal an der Nenninger Kirche auf die Sackgasse hingewiesen. Dann können sie wenden, indem sie um die Kirche herum fahren. Insgesamt können die Nenninger ohne den üblichen Verkehr die Ruhe genießen. Auf diesem Teil der Bundesstraße können sie gerade gefahrlos spazieren gehen.

Die Linienbusse und - bei Bedarf - die Rettungsfahrzeuge nutzen indes den Radweg auf dem alten Bahndamm. Eine Schranke lässt nur die berechtigten Fahrzeuge auf die schmale Strecke. Dabei kann jeweils nur in eine Richtung gefahren werden, da ein Begegnungsverkehr nicht möglich ist. Laut Lenz klappt dies bisher ganz gut.