"Wir waren überrascht wie gut das funktioniert hat." Rathausmitarbeiterin Elke Ihring war sichtlich zufrieden, als sie am Montag dem Böhmenkircher Gemeinderat die Bilanz des Schülerferienprogramms präsentierte. Mit 890 Teilnehmern an 57 Veranstaltungen von 41 Vereinen, Gruppen und Firmen stießen nicht nur die Angebote auf große Resonanz: Die Verwaltung hat darüber hinaus auch sehr gute Erfahrungen mit einer neuen Software gemacht: Das erstmals getestete Programm "Feripro" hat die Organisation des Ferienprogramms erheblich erleichtert, wie Ihring versicherte. Vor allem das bislang aufwendige Anmeldeverfahren wird damit vereinfacht. Früher mussten Anmeldebogen ausgefüllt und Teilnahmekärtchen auf dem Rathaus abgegeben werden. Waren Veranstaltungen ausgebucht, kam zwischendurch noch eine Lostrommel zum Einsatz . . .

In diesem Sommer war alles viel einfacher: "Man konnte sich übers Internet anmelden, die Auslosung übernahm das Programm, die Zusage kam per E-Mail und bezahlt wurde bei der Teilnahme vor Ort", erläuterte Elke Ihring das dank "Feripro" weitaus problemlosere Procedere.

Den Vorteile des Internets haben offensichtlich auch die Nutzer honoriert: "94 Prozent aller Anmeldungen erfolgten schon online", freute sich Ihring über die reibungslose Umstellung. "Vor allem hier hatten wir im Vorfeld doch einiges Bauchweh", räumte sie ein.

"Feripro" macht auch die Statistiker froh. So ermöglicht die Datenbank auf Tastendruck auch tiefere Einblicke in Teilnehmerstruktur. In der von Sabine Krieger zusammengestellten Power-Point-Präsentation erfuhren die Räte, dass unter den 247 Teilnehmern zwischen fünf bis 16 Jahren die Mädchen mit 52 Prozent die Nase vorn hatten. Im Schnitt hat jedes Kind drei Veranstaltungen besucht, einige schafften bis zu 12 Termine. In 85 Prozent aller Fälle klappte die Teilnahme. Nur 15 Prozent mussten abgelehnt werden, weil das Angebot voll war.

"Und das alles für 150 Euro im Jahr." Für Ihring hat der geringere Arbeitsaufwand die Kosten für "Feripro" längst wieder reingeholt.