„Sehr ruhig“ sei die Lage bisher, berichtet Sebastian Hettwer, beim Landratsamt für die Linienkonzessionen zuständig, über die Situation im öffentlichen Nahverkehr am Mittwochmorgen. Die Auswirkungen des Streiks fielen dieses Mal geringer aus, wie beim vergangenen Streik im Januar. Das führt Hettwer vor allem darauf zurück, dass die Kundgebung der streikenden Busfahrer nicht am Zentralen Busbahnhof (ZOB) sondern am Morgen bei der OVG stattfanden. „So gibt es weniger Beeinträchtigungen im Betriebsablauf“, so Hettwer.

Göppingen

Dennoch bekamen manche Schulen den Ausfall der Busse massiv zu spüren. So etwa in der Degginger Verbundschule, wie Schulleiter Steffen Lonczig berichtet. Von den 350 Schülern seien zwei Drittel auf den Bus oder die Eltern angewiesen. Denn das Einzugsgebiet reiche bis nach Wiesensteig und Gruibingen. In manchen Klassen sei mehr als die Hälfte der Schüler nicht zum Unterricht erschienen.

„Dieses Mal haben wir den Streik deutlich bemerkt“, sagt auch der Rektor der Geislinger Tegelbergschule, Ottmar Dörrer. Etwa 50 der 456 Tegelberg-Schüler hätten gefehlt – ein Großteil wegen des Streiks, glaubt er. „Der Unmut der Eltern war teilweise groß.“

Über die digitale Fahrgastinformation informiere man über die Ausfälle, auch die Schulen wurden bereits am Montag informiert, weshalb Schulen und Eltern sich frühzeitig um Alternativen zur Schulbusfahrt gekümmert hätten. Hettwer selbst, genauso wie der Leiter des Leiters des Amts für Mobilität und Infrastruktur beim Landratsamt, Jörg-Michael Wienecke, seien am Morgen mit dem Citybus zur Arbeit gekommen. Es habe keine Probleme gegeben, berichtet Hettwer.

Lohnplus von 5,8 Prozent gefordert

Die Busfahrer der OVG sowie des Geislinger Busunternehmens Sihler streiken heute von 0 bis 24 Uhr. Sie fordern ein Lohnplus von 5,8 Prozent. Die Tarifverhandlungen werden am Montag fortgeführt. Sollte in dieser Runde keine Einigung erzielt werden, sind für Montag, 18. Februar, weitere Streiks angekündigt.