Vandalismus Security läuft Streife in Salach

Salach / Hans Steinherr 11.05.2018

„Salach ist eine unheimlich sichere Gemeinde“, betont Bürgermeister Julian Stipp und will damit vermeiden, dass ein falsches Bild von seiner Gemeinde entsteht. Denn der Gemeinderat hat sich jetzt mehrheitlich dafür ausgesprochen, für mehr Sicherheit und Ordnung einen gewerblichen Sicherheitsdienst zu bestellen. Stipp: „Unser Anspruch ist es, noch sicherer zu werden.“

Vandalismus und nächtliche Ruhestörungen hätten in Salach zugenommen. Was durch die Anhäufung von Beschwerden, die besonders in den Sommermonaten im Rathaus eingehen, verdeutlicht wird. Hauptsächlich öffentliche Plätze und Einrichtungen sind betroffen. Der Polizeiposten in Salach wurde im Jahre 2004 geschlossen. Jetzt reichten die Kapazitäten der Polizei nicht mehr aus, um den Beschwerden konsequent nachzugehen – und der Gemeindevollzugsdienst ist zu später Stunde nicht mehr im Dienst. Abhilfe könnte also ein gewerblicher Sicherheitsdienst schaffen, der bereits ab kommenden Montag bis Ende September in den Abendstunden zum Einsatz kommt. Ein Sicherheitsdienst, der auch schon in Eislingen aktiv ist und der mit dem Slogan „Sicherheit für jeden Fall“ für sich wirbt. Die Motorsportfreunde Adelberg, das Wäscherschloss oder auch die Werfthalle Göppingen zählt das Sicherheitsunternehmen zu seinen Kunden. Jetzt also auch die Gemeinde Salach.

Die Mitarbeiter des Security-Dienstes üben die sogenannten Jedermannsrechte aus, erhalten Hausrecht für öffentliche Einrichtungen – Spielplätze etwa – und können Personen, die sich dort außerhalb der Öffnungszeiten noch aufhalten, zum Verlassen auffordern. Auch haben sie die Befugnisse zu vorläufigen Festnahmen und sie dürfen in Fällen von Notstand, Notwehr oder Besitzwehr umgehend handeln. Sollte das alles nicht ausreichen, um eine Situation klären und bereinigen zu können, muss grundsätzlich die Polizei hinzugezogen werden. Der Sicherheitsdienst betreibe keine Hau-Drauf-Strategie, versichert Salachs Rathauschef, sondern sei bemüht, deeskalierend vorzugehen.

Nach den gesammelten Erfahrungen des Sommers will der Gemeinderat beraten, wie es künftig  in puncto Sicherheit und Ordnung  weitergehen soll. Die Salacher SPD-Gemeinderatsfraktion schlägt vor, jetzt schon Streetworker mit der Security auf Tour zu schicken. Die CDU-Fraktion will parallel dazu präventive Maßnahmen unter Jugendlichen angehen.

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