Zell u. A / Sabine Ackermann  Uhr
Die Zeller Gemeindehalle  verwandelt sich am Samstag in einen „Stilvollen Secondhand-Basar für Frauen“.

Ob der geblümte Jumpsuit von letztem Jahr noch passt? Vermutlich nicht. Kurz anprobiert und tatsächlich: Der einteilige Hosenanzug für Frauen aus leichtem Jersey-Stoff schlackert überall, ist an der Taille und den Schultern viel zu groß. Die Trägerin hat 16 Kilogramm abgenommen. Darüber freut sich erst mal jede Frau, aber das bedeutet auch, neue Klamotten müssen her. Zwei bis drei Nummern kleiner. Ob man zu- oder abnimmt, die Kleidung bleibt gleich und so manches ist darunter, das für den Altkleidersack viel zu schade ist.

Das dachten sich auch Daniela Schühle aus Aichelberg, ihre Schwester Hannah Schühle aus Ulm und Freundin Jana Schneider aus Zell. Ein Trio, das nach der großen Resonanz bei ihrer Premiere vom letzten Jahr aufs Neue nach dem Motto: „Aus Mein mach Dein“ einen Basar auf die Beine stellt. Das Besondere daran: Interessierte finden ausschließlich Second-Hand-Damen-Bekleidung oder Sport- und Umstandsbekleidung. Gleichfalls angeboten werden Schuhe sowie allerlei Accessoires, wie Mützen, Schals, Gürtel oder Handtaschen. Denn Bekleidung für Frauen muss nicht teuer sein, sagen sich die Veranstalterinnen. Kleider, Blusen, Shirts, Hosen, Röcke, Dirndl oder Mäntel und Jacken beginnen bei XS und gehen bis XXL. „Selbstverständlich nehmen wir nur gewaschene oder gereinigte Ware an“, betont Daniela Schühle und ergänzt: „Zudem soll die Kleidung stilvoll und von der Qualität her einwandfrei sein, einfache und langweilige Basics lehnen wir ab“. Ihre  beiden Mitstreiterinnen verraten, dass kaputte oder fleckige und vergilbte Sachen, die zum Beispiel nach Rauch riechen, genauso wie Kinderkleidung erst gar nicht angenommen werden.

„Das tolle daran: Die Kundinnen können ihre ausgewählten Sachen gleich vor Ort anprobieren, wir haben eine große Umkleidekabine“, hofft das Trio auf rege Kundschaft. Jede „Verkäuferin“ darf 30 Artikel, die alle ausgezeichnet sein müssen, auf ihrer Liste eintragen, zwei- oder dreiteilige Sachen sollten mit ein paar Stichen zusammengenäht werden. „2018 hatten wir 104 Listen mit je 35 Artikeln, diese Mal haben wir auf 30 Teile reduziert“, sagt Daniela Schühle und teilt mit, dass für Kurzentschlossene vereinzelt noch Listen verfügbar seien. Der Clou: Die Listen sind elektronisch und im Internet auszufüllen, darüber hinaus können die Frauen zeitgenau sehen, was und verkauft wurde. Nicht auf den Verkaufstisch kommen Unterwäsche, Bademode, Hausschuhe oder Schmuck, „das ist auch aus hygienischen Gründen nicht gut“, sagt das Dreierteam. Zum Glück konnten sie noch einige Helfer für die zwei arbeitsintensiven Tage gewinnen, denn das Sortieren verlangt ein gutes Auge und viel Fleiß.

Info Wer seine Sachen verkaufen möchte: Anmeldung über www.basarlino.de oder die App Basarlino. Jeweils in der Gemeindehalle Zell: Annahme: heute 16.30 bis 18.30 Uhr. Verkauf: morgen 10 bis 13 Uhr.