Wangen Schutzstreifen für Radfahrer in Wangen

Wangen / PM 19.03.2014
Der Wangener Gemeinderat hat einem Kompromissvorschlag zugestimmt, wonach Schutzstreifen für Radler auf zwei Straßen angelegt werden.

Im Frühjahr soll eine neue touristische Radroute durch den Schurwald eingeweiht werden. Der Landkreis möchte der Gemeinde Wangen in diesem Zusammenhang kostenlos eine komplette Radverkehrsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Der Gemeinderat hatte sich bereits im vergangenen Jahr mit dem Thema beschäftigt und das Angebot des Landkreises grundsätzlich angenommen, jedoch noch Änderungswünsche vorgebracht.

Die überarbeitete Konzeption wurde dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung nun vorgestellt, teilt Wangens Bürgermeister Daniel Frey mit. Sie sieht die Anlegung von Schutzstreifen für Radfahrer entlang der Holzhäuser Straße und der Hauptstraße unter Einbeziehung des Mollenhofs vor. Im Vorfeld der Sitzung war eine Bürgerinfo zu diesem Thema abgehalten worden, um die Bevölkerung zu informieren und einzubinden. Frey informierte daher zunächst das Gremium über das Bürgerbeteiligungsgespräch.

Zwischen den Gemeinderäten und dem Vertreter des Landratsamtes, Thorsten Rösch, wurde eine längere, kontroverse Diskussion darüber geführt, ob die geplanten Schutzsteifen entlang der Holzhäuser Straße und der Hauptstraße tatsächlich die Sicherheit der Radfahrer verbessern oder ob nicht eine Streckenführung durch die weniger stark befahrene Talstraße günstiger wäre.

Problematisch wird vom Gemeinderat auch die Parkproblematik wegen des Parkverbots auf den Schutzstreifen angesehen. Schließlich unterbreitete Frey dem Gemeinderat einen Kompromissvorschlag. Der Gemeinderat stimmte diesem bei vier Gegenstimmen zu. Die Schutzstreifen, so der Vorschlag, werden vorläufig, anders als bisher geplant, nur entlang der Holzhäuser Straße und in der Hauptstraße ab der Einmündung Brunnengasse angelegt.

Der Bereich dazwischen werde zurückgestellt, heißt es aus dem Wangener Rathaus. Der Gemeinderat möchte für diesen Bereich zunächst ein Gesamtverkehrskonzept wie eine Tempo-30-Zone in der Ortsmitte, die Entschärfung der Gefahrenzone Lammbuckel und die Parkplatzproblematik entlang der Hauptstraße erarbeiten. Der seit langem bestehenden Forderung der Gemeinde, in der Ortsmitte eine Tempo-30-Zone vom Landratsamt ausgewiesen zu bekommen, soll nochmals Nachdruck verliehen werden, teilt Frey mit.

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