Rechberghausen / MICHAEL SCHORN  Uhr
Sabine Hilbich wird am Montag offiziell als neue Schulleiterin der Schurwaldschule in Rechberghausen eingesetzt. Der Unterricht an der Realschule wird sich in den kommenden Jahren verändern, erzählt die Lehrerin.

Der bisherige Schulleiter der Schurwaldschule in Rechberghausen, Dr. Ralf Güntner, wechseltete bereits Ende Juni vergangenen Jahres als neuer Schulrat zum Staatlichen Schulamt nach Göppingen. Seitdem leitete Konrektorin Ingeborg Bader die Schule kommissarisch. Jetzt wird am Montagabend Sabine Hilbich offiziell als neue Rektorin der Schurwaldschule im Rechberghäuser Haug-Erkinger-saal eingesetzt.

Doch Sabine Hilbich ist bereits seit Anfang Februar an der Werkreal- und Realschule mit rund 600 Schülern tätig. "Ich wurde von den Schülern und Kollegen hier sehr herzlich und offen aufgenommen, habe viel Unterstützung erfahren und konnte sofort anfangen zu arbeiten", erzählt die 45-Jährige, die in Schwäbisch Gmünd aufgewachsen ist und dort auch mit ihrem Mann lebt. In der alten Reichsstadt studierte Hilbich auch an der Pädagogischen Hochschule Mathematik, evangelische Religion und Kunst auf Lehramt.

Bevor Hilbich jetzt nach Rechberghausen wechselte, unterrichtete sie mehrere Jahre an der Werkrealschule Schwäbischer Wald in Mutlangen bei Gmünd als Lehrerin und war dort schließlich auch Schulleiterin. "Die Werkrealschule Schwäbischer Wald soll mit der Realschule in Mutlangen zur Verbundschule zusammengelegt werden. Das war einer der Gründe, warum ich nach Rechberghausen gegangen bin, weil in Mutlangen dann meine Stelle als Rektorin wegfallen wird", erzählt Hilbich.

Ein anderer Grund sei gewesen, dass die Schurwaldschule einen sehr guten Ruf über die Landkreisgrenzen hinaus genieße. Träger ist der Gemeindeverwaltungsverband Östlicher Schurwald, bestehend aus den Kommunen Adelberg, Birenbach, Börtlingen und Rechberghausen. "Das 45-köpfige Lehrerkollegium ist fachlich kompetent. Als das Angebot kam, dort Rektorin zu werden, hat mich diese Schule sofort angesprochen. Denn ich finde, die Schurwaldschule ist eine tolle Schule." Zudem sei sie mit Mittagessen- und offenem Ganztagesangebot durch ihre Größe, ihre schöne Lage und die beiden Schularten unter einem Dach sehr attraktiv und gleichzeitig eine Herausforderung. Die Werkrealschule ist derzeit ein-, die Realschule ist dreizügig.

"Die Schurwaldschule hat sich bewährt, und ich sehe meine Aufgaben darin, das Bewährte und Gute der Schurwaldschule in diesen schulpolitisch sehr bewegten Zeiten mitzunehmen und zu pflegen", erklärt Hilbich, weist aber gleichzeitig darauf hin: "Bewährtes zu bewahren reicht in diesen Zeiten nicht mehr aus." Denn es gibt für die kommenden Jahren die schulpolitische Vorgabe, die Realschule weiterzuentwickeln.

Da den Werkrealschulen überall im Land die Schüler weglaufen, sollen ab dem Schuljahr 2016/20017 Haupt- und Realschüler in den Klassen 5 und 6 gemeinsam in der Realschule unterrichtet werden, um sie langfristig auf den Haupt- und Realschulabschluss vorzubereiten. Zudem soll die individuelle Förderung der Schüler und die inklusive Betreuung gestärkt werden. Dafür erhält die Realschule in Rechberghausen im kommenden Schuljahr 18 zusätzliche Schulstunden.

"Es gibt derzeit keine Überlegungen, dass die Schurwaldschule Gemeinschaftsschule werden soll", erklärt Hilbich, die das ehrenamtliche Engagement von Schülern und deren Eigenverantwortung stärken will. So gibt es Überlegungen, dass die Mädchen und Jungen die Schulbücherei und den Aufenthaltsraum in eigener Verantwortung betreue sollen. "Richtig gut finde ich, dass hier die Achtklässler Patenschaften für die neuen Fünftklässler übernehmen", sagt die Rektorin, die in ihrer Freizeit gerne liest, wandert, zeichnet und Fahrrad fährt.

Vom Schulträger, dem Gemeindeverwaltungsverband Östlicher Schurwald, hat die 45-Jährige bisher einen guten Eindruck. "Wir werden positiv unterstützt", meint Hilbich und fügt noch hinzu: "Der Standort Schurwaldschule ist auf jeden Fall nicht gefährdet."