Ausfahrt Schüler reisen zu einer Quelle der spirituellen Einkehr

Die Gymnasiasten auf dem Zeltplatz in Taizé.
Die Gymnasiasten auf dem Zeltplatz in Taizé. © Foto: Mihaela Car/Schlossgymnasium Kirchheim/Teck
Kirchheim / SWP 28.07.2018

3000 Menschen, die an einem Ort zusammenkommen, um gemeinsam zu beten, zu essen, eine Gemeinschaft zu erleben – wer hierbei zunächst an die biblische Erzählung von der Speisung der 5000 denkt, liegt gar nicht so falsch.

Ort zieht tausende Menschen an

So oder so ähnlich kann man sich die Essensausgabe im kleinen französischen Örtchen Taizé vorstellen, in dessen Ordensgemeinschaft Schüler des Schlossgymnasiums und des Ludwig-Uhland-Gymnasiums (LUG) in Kirchheim fünf besinnliche Tage verbracht haben. Mitte vergangener Woche machten sich insgesamt 47 Schüler der Klassenstufen 10, 11 und 12 mit ihren drei Begleitlehrern Christoph Lang und Andrea Mayer-Haas vom LUG und Mihaela Car vom Schlossgymnasium auf den Weg nach Taizé.

Die Erwartungen an diese Fahrt waren so unterschiedlich wie ihre Teilnehmer: Einige erhofften sich eine Gottesbegegnung der etwas anderen Art, andere wollten einfach nur zur Ruhe kommen und wieder andere freuten sich vor allem auf die große Gemeinschaft, die Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Konfession vereint.

Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Es gab viel Zeit, um „runterzukommen“, zum Beispiel in den Taizé-Gottesdiensten, die durch ihre meditativen Gesänge bekannt sind, oder aber am See, der „Quelle“, an der nicht gesprochen werden darf. Mit biblischen Texten befasste man sich jeden Morgen zunächst gemeinsam mit einem Bruder aus Taizé, anschließend in gemischten Kleingruppen. Highlight der Kleingruppenarbeit war das Einstudieren und die anschließende Aufführung eines biblischen Textes in Form einer Oper.

Kennenlernen beim Anstehen

Bei all den religiösen und spirituellen Erfahrungen, die die Jugendlichen machen konnten, gab es auch zahlreiche Gelegenheiten, die Gemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. So verbrachte man in der Schlange der Essensausgabe viel Zeit, die man aber nutzen konnte, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Der Zeltplatz war der Treffpunkt für gemeinsame Spiele, gute Gespräche und eine tolle Zeit zusammen.

Erholt und gestärkt kehrte die Gruppe nach fünf Tagen nach Kirchheim zurück. Schüler und Begleiter können nun gelassen in die Ferien starten.

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