Schnittlingen / Claudia Burst  Uhr

Ein sechs Meter langes Büfett voller exotischer Köstlichkeiten begeisterte am Freitagabend im Schnittlinger Gemeindehaus mehr als 100 Gäste. Mango-Reis und Avocado-Creme, Dattel-Gebäck und Kartoffelsalate mir Roter Bete, exotische Hackfleischbällchen oder Maniok-Salat bildeten den kulinarischen Höhepunkt eines Abends, in dem das südamerikanische Land Surinam im Mittelpunkt stand.

Schnittlingen war nur eine von vielen Gemeinden im Kirchenbezirk Geislingen, in denen auf diese oder ähnliche Weise der Weltgebetstag gefeiert wurde. In diesem Jahr stand das südamerikanische Land Surinam in dessen Zentrum.

Zehn Frauen aus der Gesamtgemeinde hatten die Veranstaltung organisiert und freuten sich am Freitagabend über mehr als 70 Besucher in der Schnittlinger Sankt-Johannes-Kirche. Darüber hinaus hatten die Mitglieder des Schnittlinger Chors „Tonart“ sämtliche Lieder im ausgelegten Liturgieheft einstudiert. Auf diese Weise transportierte er die musikalisch-mitreißende Lebensart der Südamerikaner gekonnt in die Sankt-Johannes-Kirche. Es war ein lockerer Gottesdienst mit einem Anspiel und mit vielen angedeuteten Szenen – so wurden die vielfältigen Probleme des kleinen Landes anschaulich klar gemacht. Ein großer Teil davon sind die Quecksilberverseuchung der Flüsse wegen der Goldgewinnung oder die enorme Abholzung der Regenwälder, um an das Bauxit im Boden darunter zu gelangen.

Die Besucher in Schnittlingen genauso wie die Christen auf der ganzen Welt, die am Weltgebetstag teilnehmen, beteten mit den Worten aus dem Liturgieheft für die Menschen und gegen diese Probleme im Verlauf des Gottesdienstes. Dieses Heft wurde im Vorfeld des Weltgebetstags von Frauen aus Surinam gestaltet.

Zwei angehende Kommunionkinder bereiteten gegen Ende des Gottesdienstes Kerzen vor. Mit diesen formten die Weltgebetstag-Besucher und die Chormitglieder eine Lichterprozession zum Gemeindehaus.

Dort waren inzwischen Schnittlinger Ministrantinnen fleißig gewesen. Sie wirbelten den ganzen Abend in der Küche und hatten auch das Büfett aufgebaut, für das sich viele Frauen aus der Gesamtgemeinde mit surinamischen Kochrezepten auseinandergesetzt haben. Die Jugendlichen empfingen die Gäste mit frischen Obstsaft-Cocktails und hießen sie im geschmückten Gemeindesaal willkommen. Dort durfte dann nicht nur geschlemmt werden. Harald Grimm hatte Bilder und wissenswerte Informationen über Surinam zusammengetragen und brachte den Gästen das Land auf diese Weise noch näher.