Schlat Schlater Bach wird mit alpinem Verbau geschützt

Schlat / JS 16.07.2015

Schlat hat jetzt ein Konzept für Hochwasserschutz am Rötenbach, der vom Wasserberg herunterkommt. Ein 40 Meter langer Abschnitt oberhalb des Hofes Glaser an der Reichenbacher Straße soll mit einem Rost als Einlaufbauwerk, drei bis vier Holzkastensperren und einem Rechen gesichert werden. Der Gemeinderat billigte den Entwurf von Ingenieur Ingo Seiter, zu dem die beiden Förster im Gemeinderat, Erich Staib und Christoph Reich, beigetragen haben. Auf ihren Vorschlag kommen Holzkastensperren statt Steine zum Tragen. Diese alpine Konstruktion gibt es im Kreis schon an prominenter Stelle: Die Klingen an der Autobahn oberhalb von Eckwälden sind mit zig dieser Bauwerke bestückt. Wichtig auch: Seither gibt es im Kreis die Forstwirte, die damit Erfahrung haben, sagt Staib. Vor Ort müsse man sich das aber noch anschauen, weil man in Schlat keine Schlucht, sondern ein "Bächle" habe. Das Problem aber auch hier: Böschungen müssen gesichert, das Bachbett vor Erosion geschützt werden.

Die Kosten sind gepurzelt: Standen ursprünglich 100 000 Euro im Raum, so dürften es jetzt deutlich weniger als 75 000 Euro werden. Es braucht weniger Holzkastensperren als in der letzten Kalkulation zugrundegelegt, zudem soll möglichst heimisches Holz verwendet werden, um die Kosten zu senken, erläuterte Bürgermeisterin Gudrun Flogaus. Außerdem hält der Planer Zuschüsse für möglich, weil das Einlaufbauwerk in die Verdolung als Hochwasserschutz zähle und das Teuerste an dem Sicherungspaket sei. Das will die Bürgermeisterin nun klären.

Schlat betreibt systematischen Hochwasserschutz seit der Überflutung des Unterdorfs am 31. August 2002. Zuletzt ist der Wolfbach auf der Fuchseckseite gesichert und renaturiert worden.

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