Schlat Schlat kooperiert mit Tagesmütterverein

HANS STEINHERR 21.03.2014
Einen Betreuungsengpass für Kinder unter drei gibt es nicht. Dennoch entschied sich Schlat für eine Kooperation mit dem Göppinger Tagesmütterverein.

Sie sehe aufkommenden Bedarf in der Betreuung von Schulkindern, sagt die Schlater Bürgermeisterin Gudrun Flogaus. In der Betreuung von Kindern unter drei Jahren, auf deren Betreuung Eltern seit dem Jahre 2013 einen Rechtsanspruch haben, bestehe aktuell kein Notstand in der Gemeinde. Die Möglichkeiten der Betreuung in der Krippe seien ausreichend.

In Schlat gibt es allerdings aktuell keine zur Betreuung ausgebildete Tagespflegekraft. Daher wird ein Kind unter drei Jahren derzeit von einer Tagesmutter in Süßen betreut. Jetzt aber hat eine erste Frau in Schlat Interesse an einer solchen Tätigkeit und einer Ausbildung gezeigt. Weil mit ausgebildeten und qualifizierten Tagesmüttern oder -vätern sowohl für Kindergarten- als auch für Schulkinder eine ergänzende Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden kann, entschied sich der Schlater Gemeinderat jetzt für den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Verein Göppinger Tagesmütter. Der kümmere sich um die Ausbildung und Qualifizierung von Tagespflegepersonen, informierte Andrea Mönich vom Göppinger Verein die Schlater Gemeinderäte.

Das Leistungsspektrum des Vereins umfasse zudem die Vermittlung von Kindern im Alter zwischen null und 14 Jahren. Sein Tätigkeitsbereich umfasst den gesamten Landkreis. Seit der Gründung des Tagesmüttervereins im Jahre 1974 hat der Verein inzwischen mit 20 Kommunen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, betreut mit Tagesmüttern derzeit 346 Tagespflegekinder und hilft den Gemeinden ihrer Verpflichtung nachzukommen.

Mit dem Abschluss einer Vereinbarung gebe die Gemeinde auch Anreize zur Schaffung eines oder mehrerer Arbeitsplätze für Tagespflegekräfte im Ort, betonte Gemeinderat Joachim Fritz. "Und wir finanzieren deren Ausbildung mit." In der Vereinbarung erklärt sich die Gemeinde unter anderem bereit, einer Pflegekraft einen Zuschuss zur Qualifizierung in Höhe von 112 Euro zu bezahlen. Zudem übernimmt die Kommune Kosten für eine jährliche Weiterbildung in Höhe von maximal 80 Euro. Für jedes betreute Schlater Kind unter drei Jahren gibt es einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 50 Euro. Flogaus sagte: "Die Vereinbarung soll bereits zum 1. April in Kraft treten."