Verschmutzungen Scherben und Kippen im Kindergarten

Hattenhofen / Jürgen Schäfer 15.02.2018

Verschmierte Hauswände und Fensterscheiben, Zigarettenkippen, Flaschen und Müll, Glasscherben, Erbrochenes – so schilderte der Hattenhofer Hauptamtsleiter Norbert Baar Zustände rund um den Kindergarten, die seit dem Spätherbst immer wieder auftreten.  Angerichtet werde das von nächtlichen Besuchern, die man nicht kenne. Der Hausmeister sei mit dem Aufräumen in unregelmäßigen Abständen ein bis zwei Stunden beschäftigt, ärgert sich Bürgermeister Jochen Reutter im Gemeinderat. Die Gemeinde hat die Nase voll und setzt eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

Lange Zeit war die Schule ein Treffpunkt für Jugendcliquen aus dem Dorf. Jetzt hat sich das in den Kindergarten verlagert, und es gibt Hinterlassenschaften. Sei es am Eingang des Kindergartens, sei es am Piratenspielplatz, in dem man sich verstecken kann, sei es im rückwärtigen eingezäunten Kindergartendelände. Nach Aussage der Kindergartenleitung, so Baar, können Kleinkinder nicht mehr auf dem Hof spielen und ihre Fahrzeuge benutzen, weil überall Glasscherben liegen oder die Kinder Zigarettenkippen in den Mund stecken.

Die Gemeinde will’s den nächtlichen Besuchern ungemütlich machen. Mit der Belohnung, mit dem Wunsch nach Polizeikontrolle und mit Beleuchtung der dunklen Ecken. „Wir schauen, wie man Licht machen kann“, sagt Baar. Am liebsten auch mit Videoüberwachung. Nur gehe das nicht. Warum nicht? wundert sich Gemeinderat Bernd Liebrich. Der eingezäunte Bereich sei doch ein Privatgrundstück, „das ist der eigene Garten“. Die Rechtslage soll jetzt geprüft werden.

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