Gosbach Schätze aus der Region

Hörstationen und Schautafeln bieten im Gosbacher Natur-Genuss-Zentrum viel Informationen. Foto: Patricia Jeanette Moser
Hörstationen und Schautafeln bieten im Gosbacher Natur-Genuss-Zentrum viel Informationen. Foto: Patricia Jeanette Moser
Gosbach / PATRICIA JEANETTE MOSER 23.08.2013
Acht Wochen nach der Eröffnung des Natur-Genuss-Zentrums in Gosbach gibt es erste Erfolge: Die Besucher kommen und sind interessiert - die beabsichtigten Synergieeffekte kommen zum Tragen.

Zwischen dem Beschluss des Bad Ditzenbacher Gemeinderats und der Eröffnung des Natur-Genuss-Zentrums in Gosbach lagen gerade mal ein knappes Jahr. 3000 Menschen kamen zum festlichen Eröffnungs-Wochenende vor gut acht Wochen. Mittlerweile ist der Alltag eingekehrt und interessierte Menschen aus der Region, aber auch darüber hinaus, nutzten zahlreich die Gelegenheit, das Zentrum kennenzulernen.

Die Gemeinde Bad Ditzenbach als Träger des Projekts bietet laut neuem Flyer an, ". . . das Geheimnis regionaler Schätze zu lüften." In ansprechendem Ambiente können die Besucher bei kostenlosem Eintritt etwa Dinkelspelz und Schafwolle fühlen, die Aromen der Streuobstwiesen riechen oder einen knallroten Hägenmark-Zuber entdecken. So nahmen unlängst auch Gäste aus dem Raum Esslingen die Gelegenheit wahr, das "Goißatäle" auf sich wirken zu lassen. Vom Bad Ditzenbacher Kräuterhaus Sanct Bernhard kommend, wo zuvor eingekauft wurde, legte man noch einen Stopp beim Natur-Genuss-Zentrum in Gosbach ein.

"Das klingt so verlockend", empfand etwa ein Besucher Anfang dieser Woche, als er mit Gattin und Schwiegermutter die Schautafeln interessiert studierte. Dort geht es zum Beispiel um die Landschaftspfleger auf vier Hufen - Schafe und Ziegen. Streuobst und deren paradiesische Vielfalt beschreibt August Kottmann an einer Hörstation, leidenschaftlich und philosophisch, wie man ihn kennt. Alte Begriffe wie "Koara", "Kriechele" und "Böhmisch Byren" beschreiben die Früchte der Region. In Büchern, gespendet vom örtlichen Bücherladen, wird geschmökert. Radfahrer mit Pedelecs parken an der kostenfreien Ladestation, aufgestellt vom Albwerk Geislingen. Mit großzügiger Verglasung und Blick auf die Natur, eingerichtet mit antiken Gegenständen und viel Holz, sind Informationen im Ausstellungsraum auf vielfältige Weise liebevoll angeboten.

Die Besucher fühlen sich auf Anhieb wohl. Das hat Markus Zonka von der Oberen Mühle schon mehrfach mitbekommen. An seinen Mühlenladen ist das Natur-Genuss-Zentrum nämlich angebaut. "Diese Ausstellung ist eine absolute Wertschätzung der Region und der Menschen", zitiert Zonka einen begeisterten Gast. In der Ferienzeit durfte Zonka schon zahlreiche Wandergruppen, Fahrradgruppen, aber auch Großeltern mit den Enkeln begrüßen. Während zu Anfang die Besucher zumeist den Einkauf in der Oberen Mühle zum Anlass nahmen, mal in die Ausstellung hinüberzu- schauen, komme jetzt der eine oder andere auch schon mal extra wegen der Ausstellung.

Die bisherigen Aktivitäten werden von der Gemeindeverwaltung und auch der Oberen Mühle wohlwollend betrachtet. Für das kommende Jahr will man mit dem Natur-Genuss-Zentrum am "Sommer der Ver-Führungen" teilnehmen. Die Räumlichkeiten, die auch angemietet werden können, werden teils vom Gemeinderat, demnächst aber auch für Firmenpräsentationen oder eine Weinverkostung genutzt. Das Zentrum ist derzeit noch an die Öffnungszeiten der Oberen Mühle angeschlossen. Weil immer wieder nach einer Öffnung am Sonntag nachgefragt wird, sind Überlegungen hierzu schon in vollem Gange, heißt es aus der Gemeindeverwaltung.

Info Die Öffnungszeiten des Natur-Genuss-Zentrums in Gosbach sind von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 und von 13.30 bis 18 Uhr. Samstags ist nur morgens geöffnet. Weitere Infos erteilt das Tourismus- und Kulturbüro Bad Ditzenbach, Telefon: (07334) 69 11.