Wirtschaft SAM: Lohnnebenkosten entscheidend für Verlagerung

Böhmenkirch / SWP 20.07.2018
Die Firma SAM betont, dass die Mitarbeiter über den Personalabbau früh informiert worden seien.

Zum Bericht der GEISLINGER ZEITUNG über die Betriebsversammlung bei der Firma SAM am Mittwoch in Böhmenkirch hat die  Geschäftsführung von SAM jetzt in einer Pressemitteilung Stellung bezogen. Demnach sei die Behauptung, dass Geld nur an Mitglieder der IG Metall ausgeschüttet werden soll, falsch. Derzeit werde mit allen Parteien verhandelt, wer wann wie viel Geld bekommen solle. Das schließe Nichtmitglieder der IG Metall in jedem Fall mit ein, betont die Firmenleitung. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Dass Stellen in Deutschland abgebaut werden sollen, sei weder eine Insiderinformation noch eine Vermutung der IG Metall.

Die Entscheidungen zum Abbau von Personal in Deutschland im Zuge der Umstrukturierung habe man allen Mitarbeitern bereits bei einer Mitarbeiterversammlung im April dieses Jahres mitgeteilt. Neben hohen Arbeitsnebenkosten in Deutschland spiele bei dieser Entscheidung auch die Nähe zu den Produktionsstandorten der großen Automobilhersteller eine wichtige Rolle, betonen die beiden SAM-Geschäftsführer Peter Markowsky und Dirk Fischer. Außerdem sei nicht korrekt, dass der geplante Abbau von Arbeitsplätzen allein im Zusammenhang mit der Verlagerung von Produktionskapazitäten in die Slowakei steht. Ein weiterer Grund sei neben einem rückläufigen Umsatz des Unternehmens auch die Optimierung der deutschen Standorte.

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