Kuchen Salonorchester: Beschwingt in den Frühling

HEINER PFLÜGER 21.04.2012
Das Geislinger Salonorchester hat jüngst in der Kuchener Bahnhofsturnhalle ein Konzert unter dem Titel "Musik in den Frühling" gegeben.

Das Salonorchester unter Leitung von Dr. Christiano Pesavento eröffnete das Konzert in der Bahnhofsturnhalle mit dem "Wien bleibt Wien" von Johann Schramml. Mit einem der schönsten Konzertwalzer von Johann Strauß zeigte das Orchester sein Können und ließ gleich anschließend ein umfangreiches Potpourri des Berliner Operettenkomponisten Paul Lincke folgen. Dabei gab es ein Wiederhören mit Ohrwürmern wie "Glühwürmchen" "Schlösser, die im Monde liegen" und "Berliner Luft". Ein absolutes Highlight der Salonmusik ist die unverwüstliche "Heinzelmännchens Wachtparade" von Kurt Noack, bei der viele Besucher mitsummten. Der schmissige Marsch "Frühlingskinder" von H. L. Blankenburg beendete den ersten Teil.

Nach der Pause erklang zum Auftakt der zackige Schönfeldmarsch von Carl Michael Ziehrer. Mit einem Foxtrott von Irving Berlin "Spiel mir eine alte Melodie" kam etwas Fetziges zu Gehör. Das Intermezzo "Apfelblüte" von Ludwig Siede gehört ebenfalls zu den Perlen der Salonmusik. Eine südländische Stimmung vermochte das Charakterstück "Spanische Improvisationen" von Heinz Stahlberg zu verbreiten. Mit einer Komposition von Acker Bilk "Stanger on the Shore", in einem Arrangement von Dr. Pesavento vernahm man diverse Jazz-Anklänge. Ein etwas melancholisches Stück lernten die Zuhörer im Slow Fox "La Mer" vom Franzosen Charles Trenet kennen. Die böhmische Polka "Jasava" von Ferdinand Petr begeisterte durch ihren mitreißenden Schwung.

Das offizielle Programm beschloss der zünftige "Fliegermarsch" von Hermann Dostal. Die begeisterten Zuhörer ließen die Musiker erst nach einigen Zugaben vom Podium.