Salach Salach: Wird aus Schützenhaus eine Gaststätte?

Salach / HS 19.11.2015

Der deutsch-russische Freundschaftsverein Bagira aus Deggingen möchte das Salacher Schützenhaus pachten. Im Untergeschoss sollen nach den Plänen der neuen Nutzer Sporträume und im Erdgeschoss ein Klubraum und eine öffentliche Gaststätte entstehen. Doch ob es zur beabsichtigen Nutzung kommen könne, sei noch unklar, erklärte Salachs Bürgermeister Bernd Lutz im Gemeinderat. Obwohl das Objekt sich außerhalb von Salach befindet, sich im genehmigten Flächennutzungsplan befindet und das Gebiet ringsum als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen wird, stellt das Bauvorhaben keinen Eingriff in die Natur und Landschaft dar. Es liegt zwar im Landschaftsschutzgebiet aber in keinem Wasserschutz- oder FFH-Gebiet, in welchem Flora und Fauna Schutz geboten werden müsse. Die Kommune kann ihr gemeindliches Einvernehmen dazu erteilen.

Ganz anders hingegen sieht es bei einem anderen, aktuellen Bauvorhaben in Salach aus, womit sich die Gemeinde derzeit zu befassen hat. Ein Industriebetrieb am nordwestlich gelegenen Ortsrand beabsichtigt zu expandieren. Geplant ist der Bau eines 21 Meter aufragenden Hochregallagers und eines Logistikzentrums sowie die Errichtung einer Fabrikationsfläche und das Anlegen von Pkw-Stellplätzen. Nur: das gesamte zur Bebauung vorgesehene Areal liegt in der abgegrenzten Zone eines Wasserschutzgebietes, das vom Zweckverband der Eislinger Wasserversorgungsgruppe für die Trinkwasserversorgung genutzt wird. Einzelne Flurstücke dort sind als Schutzzone 2 ausgewiesen. Es bedarf einer Befreiung, die das Landratsamt zu erteilen hat. In jedem Fall auch einer Ausgleichsbilanzierung. Denn dieses umfangreiche Vorhaben stellt einen eindeutigen Eingriff in Natur und Landschaft dar.