Süßen Säulenloser Innenraum der Neuen Marienkirche in Süßen

Süßen / Linda Schmolz 29.06.2017

Ein Wahrzeichen Süßens ist der grün-behelmte Turm der Neuen Marienkirche. 1928 wurde wegen Platzmangel in der „Alten Marienkirche“ mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. Auffallend ist die offene Architektur mit dem säulenlosen Innenraum. Die Wandmalerei hinter dem Altar zeigt Jesus am Kreuz. Zwei für den Betrachter verborgene Fenster in der vorderen Chorwand werfen Licht auf das Bild. Um den Chorbogen sind Fresken zu sehen: Links „die Verkündigung des Herrn“ zeigt den Engel Gabriel und Maria. Rechts ist der auferstandene Jesus mit dem „ungläubigen“ Apostel Thomas. Über dem Chorbogen wird Maria durch die Heilige Dreifaltigkeit gekrönt. Alle Fresken wurden von Alois Schlenk aus Schwäbisch Gmünd gemalt und sind seit ihrer Entstehung 1929 erhalten. Das 34 Meter lange Kirchenschiff wird von farbigem Licht der Buntglasfenster durchströmt. Der Altar aus  Schwarzstahl, innen vergoldet, stellt trotz Raumtrennungscharakter keine Barriere dar.