Wäschenbeuren Runder Tisch „Zukunft im Alter“ trifft sich

Maria Hieber, Peter Körber, Claudia Merkt-Heer und Simone Jäger bringen verschiedene Akteure zum Thema „Zukunft Alter“ zusammen.
Maria Hieber, Peter Körber, Claudia Merkt-Heer und Simone Jäger bringen verschiedene Akteure zum Thema „Zukunft Alter“ zusammen. © Foto: Sabine Ackermann
Wäschenbeuren / Von Sabine Ackermann 31.08.2018
Von knapp 4000 Wäschenbeurener sind rund 700 Personen über 65 Jahre alt. Rührige Ehrenamtliche wollen  das Angebot für Senioren verbessern.

Auch im Schurwald ist der demographische Wandel spürbar. Die gesellschaftlichen Strukturen verändern sich. Für Maria Hieber mit ein Grund, einen runden Tisch zum Thema „Zukunft im Alter“ in ihrem Heimatort anzuregen. Die stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Krankenpflegevereins fand schnell sechs weitere Mitstreiter – im November 2017 wurde die Bürgerinitiative bestehend aus verschiedenen Trägern und ehrenamtlich Verantwortlichen in der Seniorenarbeit dann ins Leben gerufen.

Im Mai diesen Jahres bat man bei Bürgermeister Karl Vesenmaier sowie dem Gemeinderat um Unterstützung und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die inhaltliche Ausrichtung dieser Bürgerinitiative Ende Juli bei der Gemeinderatsitzung.

Noch sind sie zu siebt, eine lose Gruppe engagierter und „neutral denkender“ Mitbürger aus dem vielfältigen Bereich der offenen Altenhilfe. „Wir sehen das Thema Quartiersentwicklung als gemeinsame Aufgabe, in der die Gemeinde Wäschenbeuren eine wichtige Rolle spielt“, sind sich Maria Hieber, Simone Jäger, Peter Körber, Marita Langer, Claudia Merkt-Heer, Agnes Steinacker-Hessling und Gisela Schindler-Sauter einig. Neben der Vernetzung von verschiedenen Angeboten und Anbietern im Bereich der Altenhilfe und Seniorenarbeit, liegt der Gruppe besonders das „Führen und Lenken der Ehrenamtlichen“ am Herzen. „Wir wollen zur Freiwilligenarbeit motivieren, das Ehrenamt weiterentwickeln, stärken und begleiten“, so Simone Jäger. Maria Hieber ergänzt: „Wir haben hier ein sehr gut strukturiertes Vereinsleben, wo sehr viel läuft. Und genau deshalb ist das Ehrenamt nicht mehr alleine zu stemmen“.

In der transparenten Öffentlichkeitsarbeit eine Plattform für altersgerechte Angebote von Kirchen, Kommune und Vereinen anzubieten sowie diverse Beratungsmöglichkeiten aufzuzeigen und weiterzuentwickeln, sieht das Team als weitere wichtige Baustein für die Zukunft. „Soll das Vereinswesen so weitervererbt werden, wie es immer war?“, fragt sich Peter Körber, der ­Vorsitzender des Fördervereins Altenpflegeheim in Wäschen­beuren ist.

Alle am runden Tisch fragen sich: „Wie können Vereinsstrukturen neu gestaltet werden? Es stehen viele Veränderungsprozesse ins Haus“. Stand Dezember 2017 hatte Wäschenbeuren 3905 Einwohner, davon waren 689 Personen über 65 Jahre alt, berichtet Claudia Merkt-Heer und die stellvertretende Bürgermeister ergänzt: „Vor allem die Zahl derer zwischen 50 und 64 Jahren mit 715 Personen ist sehr hoch. Und die geburtenstarken Jahrgänge rücken nach“.

Das Altwerden umfasst mittlerweile eine 3. und 4. Lebensphase nach dem aktiven Berufsleben, Veränderungen der Familienstrukturen betrifft auch Menschen im Alter, heißt es weiterhin. Zudem werde das Angebot für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf größer und differenzierter und das Miteinander verschiedener Träger der Altenhilfe am Ort schaffe Gelegenheit zu Missverständnissen. „Zwingend notwendig ist ein Gesamtüberblick über Angebote für Senioren“, betont Simone Jäger.

Erste Veranstaltung: „Phasen des Älterwerdens“

Einladung Die Bürgerinitiative „Runder Tisch – Zukunft im Alter“ in Wäschenbeuren lädt im Herbst zu
ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung ein. Thema des Abends:  „Heute Altwerden – verschiedene Phasen des Älterwerdens – eine Herausforderung für das Zusammenleben in
Familie, Vereinen, Kirche und Kommune!“ Referentin ist Isabell Schröder, die
Diplom-Sozialpädagogin von der Altenhilfe-Fachberatung des Landkreises Göppingen steht anschließend als Gesprächspartnerin zur Verfügung. Der Termin findet am 22. November um 18.30 Uhr im Foyer der Bürenhalle Wäschen­beuren statt.

Weitere Mitwirkende
Simone Jäger und Marita Langer, Trägervertreterinnen der organisierten Nachbarschaftshilfe, Pastoralreferentin Agnes Steinacker-
Hessling, Pfarrerin Gisela Schindler-Sauter.

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