Nach der Region Stuttgart hat auch die Gemeinderat Wangen der Zielabweichung für die geplanten Windräder im Bundeswehrdepot zugestimmt. Dies war notwendig, weil für die vier geplanten Windkraftstandorte teilweise Landschaftsschutzgebietsverordnungen geändert oder aufgehoben werden müssen, was einen Konflikt mit den Zielen der Raumordnung darstellt. Nun steht noch der öffentliche Erörterungstermin an, er soll vermutlich im Februar oder März stattfinden, es liegen über 1000 Einwendungen vor.

 Für den geplanten Windpark bei Adelberg hat die ENBW dagegen ihren Genehmigungsantrag beim Landratsamt Göppingen zurückgezogen. Hintergrund ist, wie berichtet,  die Ablehnung einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung durch das Regierungspräsidium Stuttgart, das durch das geplante Vorhaben den geschützten Rotmilan gefährdet sieht. „Vor diesem Hintergrund“, so  die ENBW, sehe man keine Möglichkeit, für das Projekt in Adelberg eine Genehmigung zu erhalten. Die Vorsitzende des Vereins „Mensch und Natur“, Gerti Stiefel reagierte auf diese Nachricht mit Genugtuung: „Wir freuen uns sehr, dass die ENBW zum Zwecke der Baugenehmigung von 230 Meter hohen Windkraftanlagen auf der Gemarkung Adelberg den Antrag auf Aufhebung des Tötungsverbotes nach Paragraf 44 des Bundesnaturschutzgesetzes zurückzieht und somit unserer Stellungnahme an das RP entspricht.“ dh/pm