Windkraft Rotoren rollen diesmal nur in der Nacht

Von Thomas Hehn 09.01.2018

Eigentlich sollten die ersten Rotoren und Turmsegmente schon gestern Nacht über die Alb rollen. Witterung und andere Widrigkeiten haben der Firma Uhl Windkraft aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir werden nun wohl erst ab Kalenderwoche vier oder fünf  mit den Schwertransporten beginnen können“, erläuterte gestern Projektleiter Dr. Karl-Heinz Linke von der Firma Uhl Windkraft in Ellwangen auf Anfrage der GEISLINGER ZEITUNG.

Wie berichtet, entsteht zwischen Gussenstadt und  Steinenkirch ein weiterer Windpark mit vier Windkraftanlagen des Typs Nordex 131. Nachdem die ersten Turmsegemente der knapp 200 Meter hohen Anlagen bereits stehen, sollen nun die restlichen Bauteile angeliefert werden. Pro Anlage sind das je zwei 30 Meter lange Turmsegmente aus Stahl, das Maschinengehäuse sowie drei Rotoren. Die Route erfolgt ab der A7 bei Niederstotzingen über die L 1164 bis Gerstetten, von dort zur B 466 bei Sontheim über Söhnstetten und Böhmenkirch nach Steinenkirch. Da die Transporte nachts erfolgen, rechnen die Verantwortlichen mit keinen Verkehrsbehinderungen. Der Projektleiter versichert, dass die knapp 60 Meter langen Rotoren auch nirgendwo hängen bleiben, obwohl es in Böhmenkirch und Steinenkirch jeweils um 90 Grad um die Ecke geht. „Im Vorfeld wurde jede Kurve besichtigt und vermessen. Es müssen nur ein paar Schilder abmontiert und Rampen gebaut werden“, gibt sich Linke zuversichtlich.

Geplant ist, dass jede Woche eine Anlage angeliefert wird. Trotz der Verzögerung sei der Zeitplan nicht gefährdet, erläutert Linke. Die Anlagen müssen bis zum 31. März 2018 am Netz sein, wenn der Betreiber noch eine staatliche garantierte Vergütung in Höhe von 7,49 Cent pro Kilowattstunde erhalten will. Die vier Anlagen haben eine Nennleistung von jeweils 3,6 Megawatt. Das soll reichen, um den jährlichen Strombedarf von 8500 Haushalten decken zu können.