Baugebiet Ringen um das Ausmaß der Bebauung

Bisher nur eine grobe städtebauliche Skizze, wie die Bebauung im Gebiet Unterer Wasen-Süd  in Bünzwangen ungefähr aussehen könnte. In der Bildmitte verläuft horizontal die Kornbergstraße.
Bisher nur eine grobe städtebauliche Skizze, wie die Bebauung im Gebiet Unterer Wasen-Süd in Bünzwangen ungefähr aussehen könnte. In der Bildmitte verläuft horizontal die Kornbergstraße. © Foto: xxx
Bünzwangen / Ingrid Zeeb 13.07.2018
Südlich der Kornbergstraße in Bünzwangen wird ein neues Wohngebiet entstehen mit 60 bis 70 Wohneinheiten.

Drei Reihen von Häusern werden sich eines Tages parallel auf der Südseite der Kornbergstraße  erstrecken. Das zumindest steht fest. Sonst sind die Dinge noch stark im Fluss, erklärte der Ebersbacher Stadtentwickler Jan Werneke in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt. Vor allem die Frage, wie dicht oder wie locker die Bebauung am Ende sein wird, dürfte noch für einige Diskussionen sorgen.

Noch etwas steht fest: Der bestehende Spielplatz – dann in der Südwest-Ecke des künftigen Gebiets gelegen – soll erhalten bleiben. Lediglich Armin Bühler (FWV) schlug vor, den Spielplatz zu verschieben, um am Rand des Areals mehr Platz für Mehrfamilienhäuser zu schaffen, denn: „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“.  Das stieß auf Widerspruch von Tanja Brosche (Grüne): „Der Spielplatz ist toll und hat Bestandschutz.“ Sie hat eher die Sorge, dass die späteren Anwohner sich über den Kinderlärm beschweren könnten.

Gegenüber den ersten Entwürfen hat man schon einige Änderungen vorgenommen. Jan Werneke: „Wir haben das Gebiet etwas weiter nach Süden gerückt, weg von der bestehenden Bebauung. Und wir haben eine stärkere Durchmischung, also nicht mehr nur Einzel- und Doppelhäuser, sondern auch Reihenhäuser.“  Wie dicht die Bebauung werden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. Herbert Peschke (SPD), Mitglied des Bünzwanger  Ortschaftsrates, wünscht eine nur eingeschossige Bebauung mit Dachgeschoss, um die bestehenden Gebäude in der Kornbergstraße nicht zu stark zu verschatten. Sein Fraktionskollege Christoph Ebensperger würde hingegen noch deutlich mehr Wohneinheiten unterbringen: „Die Zeiten sind vorbei, als wir mit Bauland noch so verschwenderisch umgehen konnten.“

Unter zwei Geschossen plus Dachgeschoss gehe es nicht, entgegnete Stadtentwickler Werneke: „Sonst kommen wir nicht weit.“ Und Stadtbaumeister Markus Ludwig sagte in die Richtung Ebenspergers: „Wir haben hier einen mittleren Dichtewert, der ist höher als der Ebersbacher Durchschnitt.“ Ein großes Thema im Ortschaftsrat war der Hochwasserschutz, sagte Dagmar Reyer (FWV): „Das Wasser darf nicht über die Schlierbacher Straße abgeleitet werden, sonst kommt dort zu viel.“ Sie  hofft, dass man richtig rechnet und es nicht zu Problemen kommt. Helmuth Effenberger (CDU) regte an, auf einem städtischen Grundstück im westlichen Bereich eine Mulde zur Versickerung von Regenwasser anzulegen: „Eine, die dann auch voll läuft, nicht so wie in Roßwälden, wo die Mulde beim Hochwasser leer blieb.“

Weiteres Thema, das den Anwohnern am Herzen liegt: der Verkehr. „Wunsch des Ortschaftsrates ist es, das Gebiet an die K 1419 anzuschließen, um den Verkehr aus dem Wohngebiet herauszuhalten“, sagte Dagmar Reyer. Das prüfe man, sicherte Jan Werneke zu. Er gab aber zu bedenken, das werde auf Kosten der Wirtschaftlichkeit gehen. Bis der Bebauungsplan steht, sind neben diesen noch viele weitere Fragen zu klären, beispielsweise ob es eine Nahwärmeversorgung oder eine gemeinschaftliche Solaranlage geben wird, und welche Dachformen zulässig sind.

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