Bad Ditzenbach Hunderte besuchen Bad Ditzenbacher Festtage

Bad Ditzenbach / Claudia Burst 02.07.2018
Das Wetter lockte Hunderte Besucher nach Bad Ditzenbach. Musik, Flohmarkt, Hock, ein Familien-Spielwettbewerb –  Langeweile hatte keine Chance.

Von allen Seiten strömten am Samstag und Sonntag die Besucher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder von ihren Parkplätzen am Ortsrand in die Bad Ditzenbacher Ortsmitte. Schon bevor sie sich ins Getümmel derer stürzten, die vom einen zum nächsten Flohmarktstand bummelten, hörten sie Musik. Bei der Schule waren es die „Last Nuggets“, die Stimmung machten, auf der Bühne in der Ortsmitte das „Oberdorf Duo“ und am anderen Ende des Ortes brachte Carlo Haggard mit Rock- und Countrymusik die Besucher dazu, mitzuklatschen. Seine Musik animierte fünf Damen sogar dazu, mal eben mit einer Line-Dance-Einlage ihrer guten Laune Ausdruck zu verleihen.

Das Wetter meinte es gut mit den Bad Ditzenbacher Festtagen, die in diesem Jahr erstmals vom neu gegründeten Kulturverein organisiert wurden (siehe Infokasten). Sie begannen bereits am Samstagnachmittag mit einem ökumenischen Gottesdienst und viel Musik im Anschluss. Erst spielte die Jugend, dann die Aktiven der Musikkapelle Bad Ditzenbach, und dank des lauen Sommerabends herrschte auch bei „Hot Fudge“ bis tief in die Nacht noch Spaß und Stimmung im Ort.

Der Sonntag lockte dann Besucher aller Altersgruppen und aus dem weiten Umkreis in den Kurort. An 55 Ständen wechselten Schmuck, Spielzeug, Bücher, Kleidung, Geschirr und vieles mehr den Besitzer. Der größte Teil der Verkäufer waren Privatpersonen, die sich von gut erhaltenen gebrauchten Schätzen trennten, es befanden sich aber auch einige Händler dazwischen. So manche Familie funktionierte den Kinderbuggy zum Transportgerät für die erstandenen Bobbycars, Spiele oder Kindermöbel um. Den Sprössling trugen die Eltern auf dem Arm.

Eltern mit älteren Kindern hatten ebenfalls ihren Spaß. Das Gelände vor der Hiltenburg-Grundschule war von Jugendlichen der Vereine und Institutionen, die zum Kulturverein gehören, in ein buntes Spieleland verwandelt worden. Papas, Mamas und Kinder brachten vollen Einsatz, um mit dem Wasserstrahl aus einer Wasserspritze der Feuerwehr Becher an der Leine wegzuschießen, sich in einer Rolle vorwärtszubewegen oder leere Getränkekisten waagrecht in der Luft zu stapeln. Überall war lautes Gelächter zu hören, genauso wie Anfeuerungsrufe und Jubelschreie.

Waren über Mittag sämtliche Bierbänke beim Hock noch besetzt, so quetschte sich die Masse der Besucher im Lauf des Nachmittags wegen der Hitze unter die wenigen Sonnenschirme oder weiter weg in den Schatten der Kirche oder der Bäume im Ort. Sie ließen sich kühle Getränke und gutes Essen schmecken, das die Vereine im Ort bereitet hatten. Währenddessen planschten die Kinder im Wasser des Brunnens und genossen die Musik des Musikvereins Gosbach.

Besonders freuten sie sich über die Nachricht, dass die Bürger aus Bad Ditzenbach und aus sieben Nachbar-Orten im Sommer gratis oder für den halben Preis das Thermalbad im Ort besuchen dürfen (wir berichten noch ausführlich). Nur Helmut Köppe aus Laichingen hatte was zu „motzen“: „Jedes Jahr, wenn ich herkomme, ist hier schönes Wetter. Ich finde das unmöglich!“, sagte er – und grinste.

Kulturverein plant noch mehr Veranstaltungen

Den Kulturverein Bad Ditzenbach gibt es seit dem 31. Januar dieses Jahres. Sein Erster Vorsitzender ist Hendrik Kuhn, die meisten Mitglieder sind die Vereine beziehungsweise Institutionen (wie Feuerwehr oder Malteser) aus dem Hauptort.

In Zukunft stemmt der Kulturverein nicht nur die Bad Ditzenbacher Festtage, sondern hat sich weitere Events für unterschiedliche Zielgruppen zum Ziel gesetzt. Hendrik Kuhn nennt einen „Mondscheinlanglauf“, ein Mittelalterfest oder sportliche Events als Beispiele.

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