Verkehr Reiner Ruf weist Kritik an Antrag zurück

Der Kreisverkehr in Rechberghausen bleibt ein Zankapfel.
Der Kreisverkehr in Rechberghausen bleibt ein Zankapfel. © Foto: Staufenpress
Kreis Göppingen / Dirk Hülser 06.07.2018
Der Regionalrat fordert in Sachen Ortsumgehung Rechberghausen ein gemeinsames Vorgehen.

Im Streit um eine mögliche künftige Ortsumfahrung von Rechberghausen hat sich nun Reiner Ruf mit einem Brief zu Wort gemeldet. Der frühere Bürgermeister der Schurwaldgemeinde ist Kreis- und Regionalrat (Freie Wähler) und hat im Verkehrsausschuss der Regionalversammlung dafür gesorgt, dass die umstrittene Straße entgegen der ursprünglichen Pläne wieder in den Regionalverkehrsplan aufgenommen wurde. Das Papier soll am 18. Juli verabschiedet werden. Für Empörung sorgt dies vor allem in Göppingen, bei einer Enthaltung hat der Gemeinderat die  Regionalversammlung jüngst aufgefordert, die Strecke ersatzlos zu streichen. Stadträte und Verwaltung befürchten, dass die Route über Göppinger Gemarkung führen könnte – dies wurde aber im Antrag der Freien Wähler explizit ausgeschlossen. 

Reiner Ruf weist nun darauf hin, dass es sich ohnehin nur um eine symbolische Geste handele: „Leider ist die  Verbesserung der Ortsdurchfahrt der  B 297 in Rechberghausen im bis 2030 gültigen Bundesverkehrswegeplan nicht enthalten.“ Deshalb werde kurzfristig nichts passieren. „De facto handelt es sich um eine politische Erinnerung, nicht mehr aber auch nicht weniger“, meint er zum Antrag seiner Fraktion. 

Im Prinzip begrüßt Ruf sogar den Göppinger Standpunkt, er schreibt: „Dann wird daraus sogar eine gemeinsame Position.“ Denn: „Es war schon immer die Haltung im Schurwald, dass eine weiträumige Umfahrung zwischen dem Fils- und Remstal die Ideallösung wäre.“ Auch der Göppinger Rat fordert „eine großräumige Gesamtumfahrung“. Ruf betont: „Verkehrsprobleme enden nicht an den Gemarkungsgrenzen.“ Er verwahrt sich allerdings gegen Kritik vor allem aus Göppingen an Rechberghäuser Entscheidungen. Immer wieder wird bemängelt, dass der Kreisverkehr in der Ortsmitte zu klein sei und den täglichen Stau nur verschlimmere. „Die Vorschläge vermeintlicher Fachleute sind wenig hilfreich, sonst hätte man schon lange  an der Göppinger Sternkreuzung einen großen Kreisverkehr angelegt. Ein größerer Kreisverkehr in Rechberghausen brächte aber keine Entlastung vom Schwerverkehr und an eine städtebauliche Todsünde mag niemand denken“, sagt Ruf dazu.

Er fordert, über den Tellerrand hinauszublicken: „Es gilt, die regionale Lösung oder mindestens mögliche Verbesserungen  der Verkehrsprobleme nicht isoliert, sondern gemeinsam anzupacken.“

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