Auch die Gemeinde Eschenbach muss ihre Regelung zurücknehmen, dass auf ihrem Friedhof nur Grabsteine ohne Kinderarbeit zulässig sind. Gemeinderat Eberhard Mühlhäuser schüttelt den Kopf über die Rechtsprechung, die diese Vorgabe als unzulässig verwirft. "Es ist traurig genug, dass man über solche Themen reden muss." An die Adresse der Kläger hat er eine kritische Frage: "Haben Steinmetzbetriebe ein schlechtes Gewissen?" Bürgermeister Thomas Schubert nahm die Berufsgruppe hingegen ein Stückweit in Schutz. Es sei für sie nicht kontrollierbar, ob in Steinen aus der Dritten Welt Kinderarbeit stecke. "Da kommt vielleicht ein Zertifikat aus Indien, das das Pergament nicht wert ist, auf dem es geschrieben ist." Die Umsetzung einer Vorschrift müsse schon rechtlich korrekt ablaufen. Wenn es nur Steine aus Deutschland gäbe, würden wir uns nicht den Kopf zerbrechen." Der Schultes berichtete, dass die Gemeinde selbst "ein ganz konkretes Verfahren am Hals" habe, nämlich die Klage eines Steinmetzes aus dem Kirchheimer Raum. Ob der in Eschenbach tätig gewesen sei, wisse er nicht. Er habe es sich wohl zur sportlichen Aufgabe gemacht, Kommunen mit Klagen zu überziehen.