Das Hochwasser Ende Mai / Anfang Juni 2013 hat auch den beliebten Radweg zwischen Bad Überkingen und Hausen auf einer Länge von rund 250 Metern so stark unterspült, dass er von der Gemeinde vorsorglich gesperrt wurde. Auch nach zwei Jahren rutsche der Hang immer noch weiter ab, erklärte Bürgermeister Matthias Heim in der jüngsten Ratssitzung und dokumentierte dies mit Bildern, die Gemeinderätin Marianne Rasch gemacht hat. Für Heim ist klar - der Radweg kann nicht mehr saniert werden. Nun soll die provisorische Umleitung rund 50 Meter oberhalb des Wegs auf drei Metern ausgebaut werden - bezahlt vom Land im Rahmen der Hochwasserhilfe.

Die Details trug der zuständige Planer Helmut Kolb aus Steinheim vor. Die neue Trasse erhalte Entwässerungssysteme, damit das Hangwasser abfließen kann. Mit dem überschüssigen Erdmaterial soll zudem der alte Weg rekultiviert werden. Um Konflikte mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu vermeiden, hat der Ingenieur vier Ausweichstellen im neuen Radweg vorgesehen. Das wiederum brachte Ratsmitglied Alexander Geis auf die Palme. Dies sei eine Verschwendung von Steuergeldern, schimpfte Geis und stellte den Antrag, nur eine Ausweichstelle zu bauen. Vergeblich. Seine Ratskollegen überstimmten ihn.

An der Notwendigkeit der Verlegung gab es indes nichts zu rütteln. Diese sei dringend notwendig, befand Eugen Zoller. Obwohl er schon gesperrt sei, müsse man laut Dieter Clauß den alten Radweg sichern - "vielleicht mit einer Schranke". Schließlich würde er immer noch benutzt. Bürgermeister Heim versprach, die gefährlichen Stellen des Radwegs noch besser abzusichern. Das Gremium stimmte schließlich für die neue Trasse und beauftragte den Ingenieur, die öffentliche Ausschreibung in die Wege zu leiten.