Salach Projekte auch zu Ende denken

Wolfgang Seichter will nirgends anders als in seiner Heimat Salach kandidieren.
Wolfgang Seichter will nirgends anders als in seiner Heimat Salach kandidieren. © Foto:  
DIRK HÜLSER 31.03.2016
Seit 17 Jahren wohnt Wolfgang Seichter in Salach - nun will er Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde werden. Er arbeitet als Key Account Manager.

"Für mich gibt's als Option nur Salach", sagt Wolfgang Seichter. Der 50-Jährige wohnt seit 17 Jahren in der Gemeinde, deren Bürger am 10. April einen neuen Rathauschef wählen. Seichter würde dieses Amt gerne antreten, aber niemals in einer anderen Kommune kandidieren. In seiner Heimat aber schon: "Weil ich mich in Salach wohlfühle und sich meine Familie in Salach wohlfühlt."

Als Salacher kennt der verheiratete Vater dreier Töchter die Lage im Ort, kann auch klare Ziele formulieren. "Vorrangig ist ein stabiler, gesunder und solider Haushalt", meint Seichter. "In meinem Beruf bin ich oft damit konfrontiert, mit wenig Budget das Maximale herauszuholen", erklärt der Key Account Manager, der für ein international tätiges Unternehmen Kommunen und Bibliotheken berät und Softwarelösungen vertreibt. Seichter drängt darauf, dass einmal begonnene Projekte auch "zu Ende gedacht" werden. Als Beispiel nennt er das Schachenmayr-Freibad. Es gebe jetzt zwar einen barrierefreien Zugang, "aber im Freibad wurde vergessen, dass der Rollstuhlfahrer auch ins Wasser kommen muss, es bräuchte nun auch einen Lift".

Als weitere Schwerpunkte nennt der gebürtige Eislinger bezahlbaren Wohnraum für Familien, den Ausbau von Angeboten für Senioren, Kinder und Jugendliche sowie die Ausweisung neuer Gewerbegebiete. "Hier liegt mir das Schachenmayr-Areal sehr am Herzen."

Der Wahlkampf hat für Seichter längst begonnen. "Ich spreche mit Salachern, mache Hausbesuche und habe flächendeckend Flyer verteilt", sagt er. Die Unterstützung einer Partei hat er dabei nicht: "Ich bin parteilos und stehe auch im Bürgermeister-Wahlkampf keiner Partei nahe."