Ebersbach Profis werfen die ersten Körbe

Schüler beobachten am Mittwoch einen Spieler von den „Kirchheim Knights“ beim Wurf auf dem neuen Spielfeld.
Schüler beobachten am Mittwoch einen Spieler von den „Kirchheim Knights“ beim Wurf auf dem neuen Spielfeld. © Foto: OLIVER FRICK
Ebersbach / OLIVER FRICK 12.10.2018
Die Umsetzung des Vorhabens wäre ohne die finanzielle Hilfe eines Werkzeugbauers aus Uhingen nicht möglich gewesen.

Wo vor wenigen Monaten noch Bagger standen und Bauarbeiter schwitzten, steht nun ein neues Basketballfeld mit beidseitigen Körben. Der Schulhof des Raichberg-Schulzentrums wird somit um eine zusätzliche Attraktion erweitert.

„Es begann eigentlich nur mit der Anschaffung zweier Körbe vor ein paar Jahren“, sagt Martin Jung, Schulleiter des Raichberg-Gymnasiums. Die Idee, ein ganzes Feld zu bauen, habe sich erst langsam entwickelt. Der Hauptgrund, warum dann folglich beschlossen wurde, aus der Idee ein wirkliches Projekt zu machen, seien laut Jung die Schüler gewesen. „Wir wollten den Kindern so viel wie möglich bieten“, ergänzt Liliane Jeutter, stellvertretende Schulleiterin des Raichberg-Gymnasiums. Aber nicht nur die Schüler sollen von der zusätzlichen Möglichkeit ihrer Freizeitgestaltung profitieren. Man erhoffe sich eine Zusammenarbeit mit der Stadt und mit den Vereinen. „Im Optimalfall kann der Platz noch die Entwicklungen von jungen Talenten fördern“, findet Jeutter.

Nun ist es beiden wichtig, dass der Platz erhalten bleibt und nicht missbraucht oder beschädigt wird. „Die Finanzierung war für uns schwierig“, beteuert der Schulleiter. Dementsprechend wäre eine unsachgemäße Nutzung ärgerlich. Die Kosten für das Feld lagen bei rund 60 000 Euro. „Unser Schulbudget reichte da natürlich nicht aus“, erklärt Jeutter und verdeutlicht, dass der Platz nur aufgrund finanzieller Unterstützung von Sponsoren gebaut werden konnte. „Gerade die Firma EWS hat uns viel geholfen“, fügt sie hinzu. „Nachdem beschlossen wurde, dass wir jeweils einen Basketballkorb auf jeder Seite bauen wollen, sind die Kosten noch einmal gestiegen.“ Die Firma EWS habe ihren finanziellen Einsatz verdoppelt. Insgesamt hat sie den Bau zur Hälfte finanziert, der Rest kam von der Stadt, von Fördervereinen und durch Einnahmen bei  Schulfesten.

Nach mehreren Jahren Planungszeit dauerte der eigentliche Bau nur von Anfang Juni bis Mitte Juli. Beide versichern, es habe keinerlei Komplikationen gegeben. So sei der Bauprozess absolut reibungslos verlaufen. Sie loben auch das „sehr kompetente Bauamt, das wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat.“

Nun wurde also am vergangenen Mittwoch der Platz feierlich eingeweiht. „Da die Organisation für das Event ziemlich aufwendig war, haben wir keinen früheren Termin für die Eröffnung gefunden“, bemerkt der Schulleiter.
Nach musikalischer Einstimmung  und den Einweihungsreden wurde der Platz offiziell durch drei symbolische Einweihungswürfe eröffnet. Der Schulleiter des Gymnasiums, Martin Jung, Frank Weigele vom Partner EWS und Bauamtsleiter Markus Ludwig versuchten sich jeweils beim Korbwurf.

Im Anschluss an eine Tanzaufführung von Sechstklässlern wurden drei Basketballer des Zweitligisten „Kirchheim Knights“ erst von Schülern interviewt und anschließend zeigten sie ihr Können bei einer Vielzahl an Show-Würfen. Die Fünftklässler hatten daraufhin die Gelegenheit, mit den Profis zusammen ein wenig zu trainieren. Die Kinder, welche sichtbar Spaß an der Trainingseinheit hatten, konnten erste Basketballerfahrung sammeln oder bereits ihr vorhandenes Können zeigen. Zum Schluss schrieben die Profis noch fleißig Autogramme.

Für die Zukunft sind keine derartigen Projekte am Schulzentrum auf dem Raichberg in Planung. „Unser Schulgelände ist ja schon ziemlich voll“, findet Liliane Jeutter. Martin Jung ergänzt, dass eine erneute Finanzierung schwierig wäre. Beide sind froh, das Basketball-Projekt überhaupt gestemmt zu haben.

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