Heiningen Prinzip Hoffnung beim Heininger Starenfest

Hab Sonne im Herzen: Die Kinder beherzigten das offensichtlich bei ihren Vorführungen in Heiningen.
Hab Sonne im Herzen: Die Kinder beherzigten das offensichtlich bei ihren Vorführungen in Heiningen. © Foto: Axel Raisch
Heiningen / Axel Raisch 23.07.2018
Der Besuch des Starenfestes war ordentlich, obwohl das Fest unter freiem Himmel und nicht in der Halle stattfand.

Man könne sich fast schon gegenseitig vorstellen, meinte Bürgermeister Norbert Aufrecht angesichts des anfänglich verhaltenen Besucherzuspruchs bei der verregneten Eröffnung des Starenfests. Die Verantwortung für das missliche Wetter delegierte der Heininger Schultes an die anwesenden Vertreter der Bundes- und Landespolitik, Hermann Färber und Alexander Maier. Er müsse schon kommunal genügend einstecken, so dass er nicht auch noch die Prügel fürs Wetter abbekommen wolle, stellte Aufrecht launig klar.

Fürs Wetter konnte man in Heiningen tatsächlich nichts, wohl aber für die Entscheidung, das Fest unter freiem Himmel auf dem Parkplatz der Voralbhalle und nicht in der Halle selbst stattfinden zu lassen. Am Mittwoch sei die Entscheidung gefallen – verbunden mit der Hoffnung, dass der Wolkenbruch nicht gerade Heiningen treffen möge, erklärte der Bürgermeister. Der Regen traf die Voralbgemeinde dennoch, genauso wie die Kritik, die partout nicht den Weg nach Stuttgart und Berlin finden wollte. Karl Sturms Verständnis, dass das Fest nicht in die Halle verlegt wurde, hielt sich in äußerst engen Grenzen, während er den Auftritt seiner beiden Enkel erwartete, vor allem da die Verlegung in die Halle für den Fall schlechten Wetters angekündigt gewesen sei. Dagegen begrüßt er den neuen Standort an der Voralbhalle, der inzwischen wieder zur Disposition steht. Eine Rückverlagerung von der Peripherie in die Ortsmitte würde der Heininger nicht gut finden. „Hier hat es genügend Platz, die Leute können parken“, nennt Sturm als Vorteile.

Nach anfänglicher Zurückhaltung füllten sich jedoch die Reihen recht schnell zum Spiel des Heininger Fanfarenzugs. Dazu trugen wohl die große Anziehungskraft des Vereinsfestes mit seinem breiten kulinarischen Angebot sowie das klug gestaltete Programm des Nachmittags bei. Stolze Verwandte wohnten den farbenfrohen Vorführungen von Kindergarten- und Schulkindern bei, die mit Liedern, Sonnenbrillen und Blumengirlanden tropisches Flair in die Voralbgemeinde brachten. Für viele Heininger ist es nicht vom Wetter abhängig, aufs Starenfest zu gehen. So wie für Christoph Renz, der nicht nur des Auftritts seiner Kinder wegen zur Festbühne gekommen war. Auf dieser Bühne, wo verschiedenste Aufführungen Heininger Gruppen stattfanden und abends die Band „Partyblues“ für Stimmung sorgte, stach in diesem Jahr der amtierende Kulturausschussvorsitzende Kai Grossmann mit zwei souveränen Schlägen das Bierfass an.

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