Umwelt Potenzial zum Energiesparen ausgereizt

Eine Photovoltaikanlage könnte für die Sporthalle Bergreute interessant sein. Zur Legionellenabwehr muss das Warmwasser dort durchgehend geheizt werden.
Eine Photovoltaikanlage könnte für die Sporthalle Bergreute interessant sein. Zur Legionellenabwehr muss das Warmwasser dort durchgehend geheizt werden. © Foto: Ingrid Zeeb
Schlierbach / Volkmar Schreier 31.07.2018

Das Einsparpotenzial der Gemeinde Schlierbach beim Energieverbrauch scheint weitgehend ausgereizt. Dass die Gemeinde für Energie und Wasser im letzten Jahr dennoch weniger bezahlen musste als in den Vorjahren, liegt vor allem an den niedrigeren Preisen für Gas und Öl.

Seit dem Jahr 2010 untersucht die Gemeinde Schlierbach kontinuierlich ihren Wasser-, Strom- und Wärmeverbrauch in Rathaus, Schule, den beiden Kindergärten, dem Kinder- und Bildungshaus, den beiden Sporthallen und dem Feuewehrmagazin. Konnten in den Anfangsjahren durch viele verschiedene Optimierungen noch große Einsparungen erzielt werden, scheinen diese Poten­ziale nun ausgereizt – die Verbrauchswerte haben sich in den letzten Jahren auf erfreulich niedrigem Niveau eingependelt.

So betrug der Gesamtstromverbrauch der untersuchten Gebäude im Jahr 2017 noch insgesamt 157 Megawattstunden - gestartet war die Gemeinde im Jahr 2010 noch mit 199 Megawattstunden. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Wasserverbrauch, der von rund 3450 Kubikmetern im Jahr 2010 auf nur noch 1376 Kubikmeter zurückgegangen ist. Witterungsbereinigte Zahlen für den Wärmeverbrauch im vergangenen Jahr liegen noch keine vor, anhand der Rechnungen der Energieversorger erscheint ein Verbrauch knapp unterhalb dem des Vorjahrs aber realistisch. Hier ging der Verbrauch im Vergleich zum Startjahr um rund 130 Megawattstunden auf knapp 870 Megawattstunden zurück.

Erfreulicherweise sind die Preise für Gas und Öl im Jahr 2017 gesunken. So ergeben sich Einsparungen in Höhe von fast 12 000 Euro gegenüber dem Vorjahr bei den Heizkosten. Insgesamt musste die Gemeinde für Strom, Wasser und Heizung noch knapp über 83 000 Euro aufwenden.

Immer interessanter wird für die Gemeinde der Eigenverbrauch des durch die insgesamt fünf eigenen Photovoltaikanlagen hergestellten Stroms. So produzierte die Anlage auf dem Kinder- und Bildungshaus im Jahr 2017 knapp 87 000 Kilowattstunden Strom. Davon wurden knapp 66 000 Kilowattstunden direkt selbst verbraucht, was rund 76 Prozent der Stromproduktion entspricht. Ein ähnlicher Wert zeigt sich bei der Anlage an der Kläranlage.

Eventuell könnte der Eigenverbrauch auch ein Modell für die Sporthalle Bergreute sein. Hier muss seit einigen Jahren der Warmwasserspeicher durchgehend beheizt werden, um einem Befall mit Legionellenbakterien vorzubeugen. Im Moment kommt die Wärmeenergie hierfür per Fernwärme aus der Schule. In Zukunft könnte eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach für  diese Aufgabe die benötigte Energie liefern.

157

Megawattstunden Strom haben die gemeindeeigenen Gebäude in Schlierbach im Jahr 2017 verbraucht. 2010 waren es noch 199 Megawattstunden gewesen.

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