Einhellig begrüßen die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens und der Geislinger Landtagsabgeordnete Sascha Binder, beide SPD, die Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens zum Albaufstieg der A 8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt: "Es ist gut, dass sich nach neun Jahren Stillstand etwas bewegt. Bundesverkehrsminister Dobrindt muss jetzt eine klare Aussage zur Finanzierung treffen." Sascha Binder, Mitglied des Verkehrsausschusses des Landtags: "Nachdem das Land zuletzt bei der Anmeldung zum neuen Bundesverkehrswegeplan den Albaufstieg als besonders wichtiges Verkehrsprojekt bezeichnet hat, scheint dies nun beim Bund Gehör gefunden zu haben."

Offiziell ist für den Albaufstieg noch eine öffentlich-private Finanzierung vorgesehen. Dieses Finanzierungsmodell wurde von Studien immer als unwirtschaftlich bewertet. Bereits in einem Brief an Verkehrsminister Dobrindt Anfang Juni forderte Heike Baehrens Klarheit über das von der Bundesregierung angestrebte Finanzierungsmodell. Auch Jörg Matthias Fritz, Landtagsabgeordneter der Grünen, ist positiv überrascht: "Damit bröckelt die Blockadehaltung des Bundes zum ersten Mal nach fast zehn Jahren. Fritz: "Der Bund muss endlich klar sagen, wie er seine Aufgaben finanzieren will." Da die A 8 mit geschätzt 500 Millionen Euro etwa fünfmal so viel kostet, wie der Bund dem Land für Neubauten in ganz Baden-Württemberg aktuell pro Jahr zur Verfügung stellt, führt für Fritz kein Weg an einer Erhöhung der Bundesmittel vorbei: "Wir brauchen dringend mehr Geld."

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber drängt auf eine schnelle Klärung der Finanzierung. "Die Ankündigung des Landesverkehrsministers ist sehr erfreulich. Trotzdem ist es nur ein Zwischenschritt", so der CDU-Politiker. "Denn der entscheidende Schritt ist die Frage der Finanzierung", so Färber. Jetzt sei das Land gefordert, das die Planungen so zeit- und geldschonend wie möglich auf den aktuellen Stand bringen müsse. Auch Färber hatte sich für den sechsspurigen Ausbau der A 8 am Albaufstieg stark gemacht und erst letzte Woche ein Gespräch mit der zuständigen Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, geführt. Sie hatte ihm versichert, dass Berlin sich um eine schnelle Lösung bemühe.

Die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi ist ebenfalls froh, dass es mit dem Albaufstieg weitergeht: "Das ist eine sehr gute Nachricht für den Landkreis Göppingen, das ganze Land und insbesondere für die Menschen. Gerade sie haben in diesen Tagen besonders unter dem Verkehr zu leiden." Jetzt müsse zügig geplant und gemeinsam für die Finanzierung gekämpft werden. "Dass diese jahrelange Hängepartie ein Ende hat, war längst überfällig und endlich haben unsere intensiven Bemühungen und Gespräche gefruchtet", so die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.