Göppingen Polizeichef setzt auf Qualität

Neuer Chef: Landespolizei­direktor Ralph Papcke.
Neuer Chef: Landespolizei­direktor Ralph Papcke. © Foto: Tilman Ehrcke
Göppingen / Joa Schmid 12.06.2018
Der neue Chef will das Polizeipräsidium Einsatz noch besser auf Anti-Terror-Einsätze vorbereiten.

Wie können wir uns noch besser auf  terroristische Einsatzlagen vorbereiten? Das ist eine der Fragen, mit der sich Ralph Papcke, der neue Leiter des Polizeipräsidiums Einsatz, in nächster Zeit verstärkt beschäftigen will. Das kündigte der 58-Jährige gestern bei einem Besuch in der NWZ-Redaktion an, bei dem er von Vize-Polizeipräsident Thomas Berger begleitet wurde.  Papcke, der vor zwei Monaten die Nachfolge von Thomas Mürder angetreten hat, der in Ruhestand ging,  sieht die Polizei vor dem Hintergrund der  Terroranschläge in Paris, Brüssel oder Berlin mit großen Herausforderungen konfrontiert. „Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen“, erklärte Papcke, der sich bereits vor seinem Wechsel im Landesinnenministerium schwerpunktmäßig mit Fragen der inneren Sicherheit beschäftigt hatte. Seit 2010 war er dort unter anderem zuständig für polizeitaktische Angelegenheiten und für die Leitung, Steuerung und Koordinierung des Lagezentrums der Landesregierung. In seiner bisherigen Funktion stand er der gesamten Schutzpolizei des Landes vor.  Das Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen sieht Papcke als wichtigen Dienstleister für andere Polizeidienststellen. Göppingen habe mit der 2014 umgesetzten Polizeireform in der  Sicherheitsarchitektur des Landes eine wichtige Stellung eingenommen. Tatsächlich unterstützt das
Polizeipräsidium Einsatz die zwölf Regionalpräsidien in Baden-Württemberg, das Landeskriminalamt und auf Anordnung des Innenministeriums auch andere Bundesländer rund um die Uhr in allen besonderen Einsatzlagen. Dabei sei eine sehr gute Kommunikation und qualitativ hochwertige Polizeiarbeit gefragt. Papcke selbst hat den Beruf von der Pike auf gelernt und sich seit seinem Eintritt in den Polizeidienst 1976 konsequent hochgearbeitet. Göppingen ist ihm  nicht unbekannt. 1996 war er bei der Bepo Chef des Referats Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit, ab dem Jahr 2000 dann  Leiter des Referats Einsatz. Vor 16 Jahren wechselte der passionierte Polizist ins Innenministerium. Papcke: „Dass ich dann als Chef zurückkommen würde, hätte ich mir damals auch nicht träumen lassen.“

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