Umwelt Plantagen vernichten Regenwald

Schnittlingen / Albrecht Geiger 21.02.2018

Bei der Veranstaltung des katholischen Landvolks zeigte Referentin Elisabeth van der Linde den 30 Besuchern im Gemeindehaus in einem Film, wo Palmöl verwendet wird und welche Bedeutung es für unseren Alltag hat. Ob in Lebensmitteln, Kosmetika oder beim Putzen.

Doch für welchen Preis wird der Anbau ausgeweitet und vorangetrieben. Urwaldflächen in der Größenordnung von zehn Fußballfeldern würden täglich gerodet für eine Plantage. Damit werde der Lebensraum von vielen Tieren zerstört. Van der Linde zufolge wurden 2015 zwei Millionen Hektar Regenwald abgebrannt. 110 000 Menschen starben und unzählige Tiere verbrannten.

Palmöl sei ein stark nachgefragter Rohstoff: Die Palmen sind sehr ertragreich und dabei noch sehr günstig, das Öl geschmacklos und hitzebeständig. Ideal zur Verarbeitung von Lebensmitteln. Palmöl biete auch eine hohe energetische Nutzung wie etwa als Biodiesel für Blockheizkraftwerke. Die Referentin warnte indessen davor, Palmöl total zu boykottieren. Für Alternativen würden noch mehr Flächen benötigt und das wäre wieder kontraproduktiv für Mensch, Tier und Umwelt.

Fazit der abschließenden Diskussion unter den Teilnehmern: Jeder Verbraucher kann seinen Teil beitragen, wenn er bewusster einkauft und weniger sein Auto benutzt. Ein Verzicht auf Palmöl beziehungsweise Palmkernöl, das zu 50 Prozent aus gesättigten Fetten besteht, wäre dazu noch gesundheitsfördernd. Aber was entscheidend zum Umweltschutz und zum Stopp der Regenwaldrodung beitragen könnte, wäre, wenn von Seiten der Politik endlich eingeschritten würde.

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