Büchenbronn / SWP  Uhr

Die Pilze im Raureif, die Anni und Peter Lingstein bei ihrem Neujahrsspaziergang auf einer Wiese bei Büchenbronn entdeckt hatten, haben dem Pilzsachverständigen Willy de Wit keine Ruhe gelassen. Wir haben das Foto am 4. Januar veröffentlicht und gefragt: Worum handelt es sich bei diesen Pilzen?

„Leider ist das Foto nicht aussagekräftig und auch nicht für ein Rätsel tauglich“, schreibt der Wäschenbeurener Experte, der gleichwohl das Bild „mit großem Interesse angeschaut“ hat. Es könnte sich um ein „Herbstrelikt 2016“ handeln, vermutet er, da hier der Frost relativ früh eingesetzt habe und es deshalb auch im Winter immer wieder solche oder ähnliche Exemplare zu sehen gebe. „Erst kürzlich habe ich am Wäscherschloss alte, gefrorene Nebelkappen (Lepista nebularis) gefunden und fotografiert“, verrät er. Natürlich könnten das auch Samtfüßrüblinge (Flammulina velutipes) sein, die wohl in der Wiese, aber dann auf Laubholzsubstrat wachsen. Und sogar an vergessene Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) könnte man denken. „Aber die Worte ‚könnte’ oder ‚dürfte’ gehören nicht zum Wortschatz eines Pilzsachverständigen“, merkt de Wit an. Denn die Bestimmung eines Fruchtkörpers anhand von Fotos sei höchst umstritten. So wird das Rätsel um die Pilze im Raureif moglicherweise ungelöst bleiben.