Noch in diesem Jahr sollen Bewohner aus Ebersbach, Uhingen, Salach und Wendlingen in einem Hybrid-Bürgerbus nachhaltig von A nach B chauffiert werden. Jetzt gab es in Uhingen eine Vorstellung des Pilot-Projekts mit Fahrerschulung.

Die Pilotphase für ganz Baden-Württemberg wird im Frühjahr und Sommer stattfinden. Um dieses Mobilitätskonzept aus Baden-Württemberg überhaupt auf den Weg zu bringen, haben Studenten von der Uni Stuttgart Erfahrungen, Daten und Fakten zum Betrieb dieser nachhaltigen Fahrzeugart fünf Jahre lang aufgearbeitet. Ergebnisse der Studie sind umfassende Erkenntnisse zum Ist-Zustand von Bürgerbusverkehren in kleineren Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg, zum Einsatz des ersten elektrisch betriebenen oder mit Hybridantrieb ausgestatteten Bürgerbusses in Deutschland mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen, zum Testbetrieb dieses E-Fahrzeugs in vier Kommunen sowie zur Schulung von mehr als 100 Fahrern.

Initiiert wurde das Pilotprojekt vom Schaufenster Elektromobilität "LivingLab BWe mobil", Dr. Fabian Hantsch vom Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen sowie Benedikt Krams, zuständig für die Forschungsprojekte zum e-Bürgerbus von der Universität Stuttgart. Rund 44 Bürgerbus-Fahrer konnte Wolfgang Euchner, zweiter Vorsitzender des Uhinger Bürgerbusvereins, im Rathaus zur Vorstellung des nachhaltigen Fortbewegungsmittels begrüßen. Alle waren sie wegen "Elena" gekommen. So heißt der E-Bürgerbus, den Johannes Krawiec von der Hochschule Esslingen als Anschauungsmodell für die ehrenamtlichen Fahrer gleich mitgebracht hatte. Da ein solches Hybrid-Fahrzeug als Bürgerbus bislang noch nicht eingesetzt wurde, bedarf es einer Evaluation und Erprobung unter realistischen Bedingungen unter Berücksichtigung örtlicher Besonderheiten wie Topografie und Witterung. Interessant wird es da unter anderem bei Uhingens zwei Halbhöhenlagen Halden- und Wasserberg. Vor der etwa zweistündigen Theorieschulung stellten Benedikt Krams und Johannes Krawiec gleichwohl Projekt und Testfahrzeug in einer kurzen Präsentation vor. Nach wie vor haben acht Fahrgäste in dem Kleintransporter mit Plug-in-Hybrid Platz. Die rein elektrische Reichweite beträgt zirka 50 Kilometer, aufgeladen ist die Batterie in etwa fünf Stunden. Problemlos lässt sich der Bürgerbus vom Elektro-Modus in den Diesel-Modus umschalten. Im Dieselantrieb liegt die Leistung bei 95 kW, im E-Antrieb zwischen 40 und 80 kW.

Der Wirkbetrieb in der Praxis wird in Ebersbach in den Monaten April und Mai und in Uhingen im Juli und August getestet. In Salach ist der Termin noch offen. Dafür muss jeweils noch eine Ladestation zur Aufladung des E-Hybrid-Sprinters hergestellt werden.