Schopfloch/Wiesensteig / Jürgen Wahr

Mit einem interessanten Vortrag wurde jüngst der Lebensraum besonders geschützter Pflanzen, Tier- und Vogelarten von zwei Experten des Regierungspräsidiums Stuttgart 30 Zuhörern im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb nahegebracht. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte die Bergwacht Geislingen-Wiesensteig und die DAV-Sektion Geislingen.

Im Rahmen des Naturschutzprogramms des Landes nimmt der Artenschutz eine besondere Bedeutung ein. Dem Albtrauf mit seinen zahlreichen Felsformationen kommt hierbei besondere Bedeutung zu. Er ist von ihrer geografischen und geologischen Lage und Beschaffenheit her inzwischen Lebensraum für viele Vogel-, Pflanzen- und Tierarten geworden. Doch um dies alles zu erhalten, seien jährliche Pflegemaßnahmen, wie der Rückschnitt von Gehölzen, unverzichtbar.

So beschreibt der Diplom-Biologe vom Regierungspräsidium Stuttgart, Peter Banzhaf, die notwendigen Maßnahmen. Unter den zahlreichen Naturschutzverbänden  befindet sich auch die Bergwacht. Sie ist speziell ausgebildet für Pflegemaßnahmen in steil abfallenden Geländearten wie der Hausener Wand. Ausgewiesener Experte hierfür ist  Naturschutzreferent der Bergwacht Geislingen – Wiesensteig, Sven Halm.

Wie Diplom-Biologe Peter Banzhaf erläuterte, finden an der Hausener Wand seltene Farn- und Blütenpflanzen, Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und bestimmte Vogelarten ihren Lebensraum und seien „teilweise bundesweit nur dort zu finden.“ Als Beispiele nannte der Naturschutzexperte die Pfingstnelke und  den Uhu.

Im zweiten Teil der Vorträge ging Diplom-Biologe Hans Schwenninger auf die Verbreitung von 84 Wildbienenarten ein. Interessant war es zu erfahren, dass etwa die häufig vorkommende Luzerner Blattschneidebiene umgerechnet eine Bestäubungsleistung von 153 Millionen Euro erbringe, die sich im Ertrag der Streuobstwiesen wiederfinden würde.  Jürgen Wahr