Zucht Pferdenachwuchs zeigt sich in guter Verfassung

Seit an Seit mit der Mama gingen die Fohlen in den Ring.
Seit an Seit mit der Mama gingen die Fohlen in den Ring. © Foto: Iris Ruoss
Donzdorf / Iris Ruoss 07.08.2018

Schon die Kennzeichen der parkenden Autos verrieten: Die Besucher kamen aus einem großen Umkreis, um sich die Fohlenpräsentation des Birkhofs anzuschauen. Dass das Fohlenchampionat nicht nur Pferdekenner, sondern auch viele Interessierte anzieht, die einfach gerne die edlen Rösser anschauen, war auch zu sehen.

75 Fohlen waren zum 32. Championat angemeldet. Manche der Pferdeyoungster waren weit gereist und hatten 500 Kilometer Fahrt hinter sich, bevor sie im Schauring den beiden Richtern vorgestellt wurden. Hans Heinrich Brüning und Sönke Rothenberger begutachteten den Pferdenachwuchs mit geübtem Auge. Körperbau, Gangwerk und Aus­strahlung flossen in die Bewertungen mit ein, aber auch das Verhalten der Fohlen im Schauring. Manche tobten ausgelassen und sehr selbstbewusst über den Sandplatz, andere ließen ihre Mütter keine Sekunde aus den Augen.

Die Fohlenschau ist eine Momentaufnahme, denn wie sich die Pferdekinder zeigen, hängt stark von der Tagesverfassung ab und die Hitze macht auch den Pferden zu schaffen. Insgesamt war sich das Richterduo einig: Die Youngster können durchweg mit guten Anlagen punkten. Aufgeteilt in dressur- und springbetont gezogene Nachkommen wurden die Fohlen unter die Lupe genommen, auch Hengst- und Stutfohlen wurden getrennt bewertet. Für besonders herausragende Fohlen brandete Beifall auf.

Je näher die Bekanntgabe der Fohlen für den Siegerring rückte, desto mehr stieg auch die Spannung bei den Züchtern. Nur die allerbesten Pferdekinder schafften es ins Finale. Bei den springbetonten Stutfohlen hatte Frank Isaak mit einem Nachkommen von Colorit die Nase vorn, bei den dressurgezogenen Stutfohlen holte der Agassi-Nachwuchs von Züchter Hans-Jörg Hascher die goldene Schleife. Gestütshengst Ciacomo setzte beim Hengst-Siegerfohlen des Springpferdenachwuchses von Arko Lange einen deutlichen Akzent und bescherte dem Züchter den Sieg. Das dressurgezogene Hengstfohlen von Regine Meder trägt die Handschrift von Deckhengst Lord Leopold und jetzt den Titel des Champions.

Das Schauprogramm überzeugte die Besucher. Gezeigt wurden die Gestütshengste und Verkaufspferde. Das Fohlenchampionat ist nicht nur Präsentationsplattform, sondern auch Umschlagplatz für Pferde und Fohlen – die beiden Dressur­champions haben in Sönke Rothenberger gleich einen neuen Besitzer gefunden.

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