Heiningen Petra Durst-Bennings Lebenszeit

Petra Durst-Benning hat in Heiningen vor einem fast ausschließlich weiblichen Publikum gelesen.
Petra Durst-Benning hat in Heiningen vor einem fast ausschließlich weiblichen Publikum gelesen. © Foto: Inge Czemmel
INGE CZEMMEL 12.11.2014
Die Lesung von Petra Durst-Benning sorgte in Heiningen für ein volles Haus in der Breite. Die Autorin las aus ihrem neuen Buch "Winterwind".

Das Publikum bei der gemütlichen Vorlesestunde im Haus in der Breite war ziemlich frauenlastig. Neben rund 50 Damen hingen lediglich fünf Herren an Petra Durst-Bennings Lippen, als sie ihr neues Buch "Winterwind" vorstellte.

Ein Buch mit sechs Geschichten, durch das sich die Themen "Aufbruch und Neubeginn" wie ein roter Faden ziehen. Warum sechs Geschichten und nicht wie gewohnt ein Roman?

Die Autorin erklärte ihren Lesern: "Ich habe so viele interessante Dinge in meinem Ideenordner, aber ein gut recherchierter Roman dauert eineinhalb Jahre. Da muss ich mir schon überlegen, für welche Themen ich meine Lebenszeit verwende. Also habe ich zu einigen Themen kürzere Geschichten geschrieben." Eine davon, "Die Silhouettenschneiderin", brachte sie der Zuhörerschar vollständig zu Gehör. Bei den detailreichen Beschreibungen und Schilderungen konnten sich alle ganz genau vorstellen, wie es dereinst am Stuttgarter Hof zuging, als dort König Karl und Königin Olga residierten.

Die Hauptprotagonisten der Geschichte sind der Porträtmaler Franz-Xaver Winterhalter, die Silhouettenschneiderin Margarete Schwanthaler und Königin Olgas ungezügeltes Patenkind Wera. Am Nikolaustag 1865 hatte sich Königin Olga eine besondere Überraschung für die Kinder des Hofes einfallen lassen und die Silhouettenschneiderin eingeladen, um sie von allen einen Schattenriss schneiden zu lassen. Die elfjährige Wera stellte die Scherenkünstlerin, die dringend auf den Lohn angewiesen war, vor eine besonders schwierige Aufgabe.

Nach der Pause, in der die Autorin emsig Bücher signierte, gab es noch zwei Appetithäppchen, die Lust aufs Lesen des Buches machen sollten.