Westerheim Peitsche und Karbatsche tanzen um die Wette

Stolz präsentierten sich die Teilnehmer am vierten Biosphärencup, bevor das Sonnwendfeuer auf dem Sellenberg entzündet wurde.
Stolz präsentierten sich die Teilnehmer am vierten Biosphärencup, bevor das Sonnwendfeuer auf dem Sellenberg entzündet wurde. © Foto: Margit Weber
Westerheim / MARGIT WEBER 09.07.2014
Trotz der schlechten Wetterprognosen zogen die Mitglieder des Westerheimer Albvereins ihre Sonnwendfeier auf dem Sellenberg durch. "Wir machen einfach das Beste draus", meinte Albvereinschef Manfred Rehm.

Auch wenn nicht die großen Menschenmassen den Festplatz auf dem Sellenberg stürmten, treue Anhänger des Sonnwendfeuers und des Biosphärencup kamen trotzdem. Die 35 Teilnehmer beim vierten Biosphärencup gaben ihr Bestes beim Peischenknallen. Lokalmatador Ingo Bonzheim und Harry Müller lieferten sich ein heißes Duell. Nach einer Stunde war noch kein Ende in Sicht, dafür regnete es immer stärker und so einigten sich beide auf ein Unentschieden. Torben Schmidt gewann den Ausdauerwettbewerb an der zweihändig geschlagenen Goißel. Bei den Jungs an der Karbatsche bis zwölf Jahre siegte Timo Müller, an der Goißel hatte Torben Schmidt (Westerheim) die Nase vorn. Anika Schmidt entschied die Mädchenklasse an der Goißel für sich. Gerhard Bruhi aus dem Goißatäle siegte mit der Fuhrmannspeitsche, bei den Damen-Karbatsche bis drei Meter gewann Alexandra Kotik vor Yvonne Kretschmar, Doris Dautel aus Westerheim siegte in der Klasse Damen Goißel.

In der Königsklasse, der Karbatsche Herren, knallte Manfred Rehm mit 194 Punkten auf den ersten Platz. In der Klasse Karbatsche ab drei Meter setzte sich Markus Streibelt durch, die Karbatsche über vier Meter dominierte Tobias Streibelt.

Beim Schlagen der Goißel über vier Meter, scherzhaft auch "Anakonda" genannt, zeigte Ingo Bonzheim mit Kraft und Technik, wie man dieses fast unbändige Teil schlägt und auch noch ohrenbetäubend zum Knallen bringt.

Die anschließende Sonnwendfeier fand trotz des immer stärkeren Regens statt. Das Sonnwendfeuer wurde einfach früher entzündet und so herrschte in den Zelten bald Bombenstimmung.