Verbundenheit Partnerschaft braucht neue Impulse

Jürgen Schäfer 11.01.2018

Um die Partnerschaft mit Herrnhut ist es ruhig geworden. Die stellvertretende Bürgermeisterin Dorothee Kraus-Prause hat das bei der Verabschiedung des Herrnhuter Pfarrers und Bischofs Theodor Clemens angesprochen. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat hat bei den Haushaltsberatungen angeregt, in diesem Jahr nach Herrnhut zu fahren. Bürgermeister Hans-Rudi Bührle hat jetzt bei seinem Jahresausblick bei den Bad Boller Senioren konstatiert: Man habe vor drei Jahren das 25-Jährige gefeiert, „die Ehe ist in die Jahre gekommen“. Früher habe man sich häufiger besucht, aber diese Generation werde naturgemäß schwächer. Er stellt klar: Herrnhut sei dran mit einem Besuch, aber die Stadt in der Lausitz habe eine Riesen-Strukturreform hinter sich, und die neuen Teilorte hätten keine Beziehung zu Bad Boll.

Aufgreifen will der Schultes, was sich der Herrnhuter Bischof Clemens wünschte: Dass mehr Herrnhuter Sterne in Bad Boll hängen. Das sei ein technisches Problem, früher habe man die Strom-Leitungen über der Straße gehabt. Die Gemeinde sei bereit, einen Stern aufzuhängen, aber Bührle wünscht sich das auch von Betrieben. Darüber wolle er mit dem Gewerbe- und Handelsverein sprechen.

Mindestens eine Begegnung gab’s im letzten Jahr: Pfarrer i. R. Gerd-Ulrich Wanzeck ist mit 35 Teilnehmern vom Seniorenrat aus nach Schlesien und Herrnhut gefahren, Bürgermeister Willem Riecke nahm sich Zeit für sie.  Wanzeck wünscht sich, dass man im Blättle einmal im Vierteljahr berichtet, was in der Partnergemeinde und der Partnerschaft so läuft. Mitgebracht hat er die Nachricht, dass die AfD in Herrnhut 30 Prozent bekommen habe. Bührle sieht das als Folge einer relativ hohen Arbeitslosigkeit. Die Abwanderung sei in Herrnhut indes nicht so groß wie im Umkreis, weiß Wanzeck.

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