Klinik Parkhausstandort kommt gut an

Im Kreistag ging es um den Standort des neuen Parkhauses der Klinik am Eichert.
Im Kreistag ging es um den Standort des neuen Parkhauses der Klinik am Eichert. © Foto: Giacinto Carlucci
DANIEL GRUPP 19.07.2015
Jetzt mit dem Parkhaus auf der richtigen Seite zu sein, das glauben nicht nur die Architekten, die den Neubau der Klinik am Eichert planen, sondern auch die Geschäftsführung der Alb-Fils-Kliniken und die Kreisräte. Architekt Manfred Ehrle vom Stuttgarter Büro Arcass berichtete am Freitag im Kreistag: „Wir sind mit der Vorplanung weitgehend durch.“ Jetzt müssten einige Dinge entschieden werden.

Schon von Anfang an habe ihm die Lage des Parkhauses im Süden des Neubaus nicht gefallen, sagte Ehrle, dessen Büro den Wettbewerb um den Klinikneubau gewonnen hat. Werde das Parkhaus im Norden gebaut, benötige das Krankenhaus nur einen Haupteingang. Zudem würden sich die Besucherströme weniger mit dem Klinikbetrieb kreuzen. Wie berichtet, hat der Architekt vorgeschlagen, Parkhaus und Versorgungszentrum, zu dem Apotheke, Küche und Lager gehören, zu tauschen. Das Versorgungszentrum samt Wirtschaftshof haben eine ähnliche Größe. Damit wäre das Bauwerk auch flexibler, falls die Klinik eines Tages erweitert werden soll, sagte Ehrle.

Auf der Göppingen zugewandten Seite war das Parkhaus auch am Beginn der Neubauplanung im städtebaulichen Gutachten vorgesehen gewesen. Diese Pläne hat aber die Stadt Göppingen zurückgewiesen, weil ein riesiger grauer Klotz ins Tal geblickt hätte. Die neue Silhouette habe nichts mehr mit der Silhouette des ersten Parkhauses zu tun, sagte Guido Till (CDU). Der Göppinger Ausschuss für Umwelt und Technik habe am Donnerstag die neue Planung schon nicht öffentlich beraten, berichtete der Oberbürgermeister. Dass Gremium stehe hinter der neuen Lösung.

Dort stehen auch die Kreisräte: „Wir sind überglücklich über den Tausch“, sagte Marc Lux (Grüne). Ein Zugang von Norden her habe den Vorteil der kurzen Wege. „Sie rennen bei uns offene Türen ein“, meinte Susanne Widmaier (SPD). „Wir waren nie glücklich mit dem Vorschlag des städtebaulichen Gutachtens.“ Das hätte zu viel Verkehr auf den Dr.-Paul-Goes-Weg gebracht. Der Kaufmännische Geschäftsführer der Klinik, Wolfgang Schmid, kündigte an, dass der Weg nicht ausgebaut werden soll. Für Lastwagen, die das Versorgungszentrum Anfahren werden, sollen Ausweichbuchten angelegt werden.

Die Entscheidung sei „richtig und gut“, findet auch Susanne Weíß (FDP). „Es ist folgerichtig, dass man Verbesserungen in der Planung macht“, sagte Werner Stöckle (Freie Wähler). Christian Stähle (Die Linke) sprach indes die vielen Planänderungen an. Bei der Bevölkerung könne der Eindruck entsteht, das die Verantwortlichen nicht wissen, was sie tun. Stähle regte an, erst in die Öffentlichkeit zu gehen, wenn alles klar ist. Diese Rede wunderte den Rest des Kreistags. Schließlich hatte Stähle beim Klinikbau stets auf schnelle Informationen und große Transparenz gedrängt.

Eine Folge der Umplanung ist, dass der Hubschrauber-Landeplatz der Klinik dem Parkhaus weichen muss, berichtete Geschäftsführer Schmid. Damit hätte die Klinik bis zur Fertigstellung des Neubaus keinen eigenen Landeplatz mehr. Die Klinik dürfe in der Zeit den Landeplatz der Bereitschaftspolizei mit benutzen, sagte Schmid. Die Transportzeit verlängere sich nur um etwa vier Minuten. Zudem gebe es ohnehin nur etwa 50 Hubschraubertransporte im Jahr. „Also etwa einmal in der Woche.“