Umstellung Papier verschwindet aus Sitzungen

Gingen / Günter Hofer 01.08.2018

Die Weichen dazu hat der Gemeinderat am Dienstag in seiner Sitzung vor der Sommerpause gestellt. Für 17 663 Euro werden für die Gemeinderäte 17 Tablets der Marke Apple beschafft. Dabei handelt es sich um Geräte vom Typ „iPad Pro 12,9“ mit 64 Gigabyte Speicher. Jedes Gerät wird sowohl über einen drahtlosen Internetzugang  verfügen und zusätzlich via Mobilfunk an das Informationssytem der Gingener Gemeindeverwaltung angeschlossen sein. Die Verwaltung hat sich für diese Doppelnutzung entschieden, damit die Räte auch auf Sitzungsunterlagen zugreifen können, wenn mal keine W-Lan-Verbindung vorhanden ist. Die entsprechende Mobilfunkkarte, damit das Tablet sich ins Mobilfunknetz einwählen kann, muss allerdings jeder Gemeinderat, der die neue Technik nutzen will, privat beschaffen. Die Gemeindeverwaltung duldet daher auch eine private Nutzung des Tablets. „Mir ist es wichtig, wenn ich eine Woche vor der Sitzung, schriftliche Unterlagen in der Hand habe und diese durcharbeiten kann“, sagte Gemeinderat Gerhard Wüstling. Er stimmte dem Kauf aber ebenso wie seine Ratskollegen zu.

Wie die papierlose Arbeit (digitales Sitzungsmanagement) mit Einsatz von einem Tablet-PC aussehen wird, wurde dem Gemeinderat am Dienstag vom Geschäftsführer der Firma „Hirsch & Wölfl“ demonstriert, die Firma  liefert die Software für das Rathaus-Informationssystem. Jeder Gemeinderat wählt sich mit seiner Kennung und seinem Passwort per App am Tablet in das Informationssystem ein und kann die vom Rathaus zur Verfügung gestellten Unterlagen lesen und bearbeiten.

Erleichterung soll der Einsatz der Tablets für die Räte auch bringen, wenn es um große Pläne mit vielen Details geht. Jeder kann sich den Plan in der benötigten Größe anzeigen lassen. Auf archivierte Gemeinderatsunterlagen im Ordner, aufgereiht im Kellerregal, kann zukünftig verzichtet werden. Jeder Rat kann zu jeder Zeit auf das EDV gestützte Archiv zurückgreifen.

Vorreiterrolle in der Region

Die Umsetzung könne laut Bürgermeister Marius Hick zeitnah erfolgen. Gingen wird auf jeden Fall mit diesem Schritt zu den ersten Gemeinden gehören. Laut seinem Kenntnisstand wird ein solcher EDV-Einsatz bisher von Albershausen und Lonsee praktiziert. Beim Landratsamt ist für den Kreistag selbige „iPad-Lösung“ geplant.

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