Kreis Göppingen / Inge Czemmel Höfe im Landkreis verkaufen nicht nur zu Ostern Eier von Hühnern, Wachteln und Straußen. Alle eignen sich auf ihre Weise zum Dekorieren.

Es ist das ganze Jahr über in aller Munde, aber an Ostern hat es Hochkonjunktur: das Ei. Ein Besuch auf dem Geflügelhof Stark in Dürnau – ein Familienbetrieb, der sich auf die Direktvermarktung von Eiern aus Bodenhaltung spezialisiert hat und einen Hofladen betreibt – macht schnell deutlich: Es stimmt gar nicht dass ein Ei dem andren gleicht. Hühnereier gibt es in verschieden Größen, Farben, Gewichts- und Güteklassen.

Straußeneier auf der Farm Lindenhof in Böhmenkirch

Natürlich sind nicht nur Hühnereier für Verzehr und Osterdeko geeignet. Auch Eier von Straußen, Gänsen, Enten oder Wachteln sind beliebt. Straußeneier sind die größten, wiegen zwischen 1300 und 1800 Gramm und entsprechen etwa 20 bis 24 Hühnereiern. Das Hartkochen eines solchen Rieseneis mit einer durchschnittlichen Eimasse von 1,2 Litern ist eine Herausforderung. Es dauert rund 90 Minuten, doch sind Gäste sicher beeindruckt von Eischeiben, die größer als das Brot sind.

Wachteleier man bei Anja Pechtl in Bartholomä

Für Dekozwecke sind Straußeneier natürlich absolute Hingucker. Doch sie sind eine Rarität, die es nicht an jeder Ecke gibt. Auch auf der Straußenfarm Lindenhof in Böhmenkirch bekommt man sie nur auf Vorbestellung.

Klein und fein sind dagegen die nur etwa neun Gramm schweren Wachteleier, die hierzulande meist nur bei besonderen Anlässen auf den Tisch kommen. Sie gelten oft mehr als hübsche, essbare Deko, denn als Lebensmittel. Dabei sind die perfekt als Fingerfood geeigneten schwarz-weiß gesprenkelten Eier kleine Kraftpakete, die mehr Eisen, Vitamin B1 und Vitamin B12 enthalten als Hühnereier.

Wachteleier bekommt man ganz frisch bei Anja Pechtl in Bartolomä. Auf dem Kartoffelhof Pechtl gibt es neben Kartoffeln und Hühnereiern auch Wachteleier im Direktverkauf.

Mehr zu den verschiedenen Eiern und viele Ostereier-Tipps finden sie in der Dienstags-Ausgabe der NWZ sowie im E-Paper.

Im Frühling legen Hennen besonders viele Eier

Historie Dass Eier zum Ostergeschenk wurden, ist wahrscheinlich auf praktische Gründe zurückzuführen. Im Mittelalter verbot die Kirche in der vorösterlichen Fastenzeit den Verzehr von Fleisch und Eierspeisen. Die Folge war, dass sich vor Ostern – zumal Hühner im Vorfrühling besonders legefreudig sind – größere Mengen an Eiern ansammelten. Damit sie nicht verdarben, wurden sie abgekocht und so länger haltbar gemacht.

Kirche Im Christentum ist das Ei Symbol für die Auferstehung Jesu. Warum Ostereier von einem Hasen gebracht werden, ist allerdings nicht eindeutig geklärt. Wieso er die bunt gefärbten Eier versteckt, auch nicht. Um die Osterzeit sind aber auch die leeren Schalen gefragt, die dann bunt verziert an Zweige gehängt werden.