Salach Oskar-Moritz-Park: Neue Oase zum Verweilen

Auf dem Gelände der früheren Papierfabrik ist in Salach ein großzügiger Park entstanden.
Auf dem Gelände der früheren Papierfabrik ist in Salach ein großzügiger Park entstanden. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
Salach / ULRIKE LUTHMER-LECHNER 24.08.2016
Mit dem Oskar-Moritz-Park, einer öffentlichen Grünfläche auf dem ehemaligen Papierfabrik-Areal, hat Salach eine neue Oase zum Verweilen geschaffen.

Ein neuer Ruhepunkt für Bürger der Gemeinde Salach ist im Sanierungsgebiet Friedrich-/Eduardstraße entstanden. Dort, am Standort der einstigen Papierfabrik Salach, erwartet die Besucher eine großzügige Parkanlage, benannt nach dem langjährigen Direktor der Fabrik, Oskar Moritz. Diesen Namen wählten die Bürger, die im Amtsblatt zu Ideen für die Benennung aufgerufen worden waren.

Wo einst geschäftiges Treiben herrschte, Lastwagen auf dem Areal kurvten und Maschinen ratterten, ist eine 2260 Quadratmeter große, apart gestaltete Oase der Erholung entstanden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 350.000 Euro, der Verband Region Stuttgart unterstützte das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 180.000 Euro. „Der Park ist multifunktional für alle Altersklassen einsetzbar“, sagt Bürgermeister Julian Stipp. „Er soll als Puffer zwischen der Wohn- und Gewerbenutzung fungieren.“

Nicht nur  als Verweilmöglichkeit gedacht, sondern ausgestattet mit Aktionsfläche und einem seniorengerechten Spielplatz, bietet der Oskar-Moritz-Park eine sowohl erholsame als auch für Aktivitäten geeignete Anlaufstelle.  Neben Parkbänken mit Thermo-Ummantelung, die auch an kälteren Tagen für ein angenehmes Sitzgefühl sorgt, und drehbaren Tischen in elegantem Anthrazit sind auch bunte Sitzwürfel und ein Sitzpodest vorhanden. Auf der hölzernen Wellenbank lässt es sich vorzüglich entspannen und Genießer tanken an warmen Sommertagen dabei Sonne pur.

Geräte zur Sinneserfahrung, wie etwa ein großer Summstein, eine rotierende Spirale und eine Pirouette bieten abwechslungsreiche Aktivitäten. Fitnessgeräte wie ein Nordic Trainer sowie ein Pendelbrett und mehrere Kletterfelsen runden das attraktive Angebot ab. Ein eingebauter Trinkbrunnen wird sich auf der Station der „Route der Industriekultur“ im Filstal zu einer willkommenen Erfrischungsquelle  mausern.

Den Höhepunkt des Parks stellt jedoch die massive Informationswand zur historischen Darstellung von Aufstieg und Niedergang der ehemaligen Papierfabrik Salach dar. Die Wand, die gen Osten das Gelände begrenzt, wurde in Zusammenarbeit mit dem Gemeindearchivar Hans Paflik erstellt. Neben geschichtsträchtigen Informationen beinhaltet sie auch originale Unikate längst vergangener Tage. Integriert wurden ein alter Türgriff, Bahnschienen und Baumaterial, all dies findet nun Verwendung als stille Zeitzeugen.

„Der Park wertet das Wohnviertel wunderbar auf“, findet der Rathauschef. Noch ist es ruhig am Ort der Erholung, die Salacher müssen die neugeschaffene Anlaufstelle erst annehmen. Die Voraussetzungen sind geschaffen, denn nach der Sanierung der Friedrichstraße steht diese  dem Verkehr wieder zur Verfügung. „Und durch den neuen Brückenschluss nutzen deutlich mehr Fußgänger das Areal“, meint Stipp.