Neu-Ulm Obi schließt in Neu-Ulm

SWP 06.07.2012

Die Baumarktkette Obi schließt ihren Markt im Neu-Ulmer Starkfeld. Dies bestätigte die Zentrale der Obi AG in Wermelskirchen. Konzernsprecherin Elena Ottaviano erklärte: "Der Mietvertrag für den Markt läuft aus, und die Wettbewerbsdichte in der Region lässt eine Fortführung des Marktbetriebs leider nicht zu." Die Sprecherin spielt damit auf die Vielzahl von Baumärkten in Ulm und Neu-Ulm und den harten regionalen Wettbewerb an. Es blieb zunächst offen, wie viele Mitarbeiter betroffen sind. Bei Obi hieß es, dies könne man derzeit noch nicht sagen. In der Belegschaft kursieren Informationen, dass die Schließung für Anfang 2013 geplant ist. In dem langgestreckten Fachmarktzentrum an der Ecke Starkfeld/Reuttier Straße befinden sich über Obi hinaus weitere Mieter wie das Heimtiergeschäft Fressnapf, der Künstlerladen Boesner, der Bürohandel Staples und die Sparda Augsburg. Letztere schätzt den Standort nicht zuletzt wegen der vielen Kundenparkplätze.

Das Fachmarktzentrum mit Obi wurde 1999 auf dem Gelände des früheren Kässbohrer-Omnibus-Reparaturwerks eröffnet. Es handelte sich seinerzeit um ein Projekt der Mutschler KG, die an dieser Stelle 20 Millionen D-Mark investierte und einen Übergang zwischen dem Mutschler-Center und der Neu-Ulmer Kernstadt schaffen wollte.

Der Obi-Markt verfügt nach den damals veröffentlichten Daten über eine Fläche von 16 000 Quadratmetern. Davon entfallen 6000 Quadratmeter auf die Gartenabteilung.

Die Immobilie wurde anscheinend im Lauf der Jahre nach Düsseldorf verkauft, die heutige Eigentümerschaft bleibt allerdings unklar.