Die Nachwuchs-Reporter vereinbarten einen Recherchetermin mit einem Jäger und einem Förster. Es waren drei tolle Tage im Wald, mit viel Wissen, Spielen und Naturbeobachtungen. Zweimal trafen wir Förster Martin Mönich vom Forstrevier Wangen mit seinem Hund „Rufus“ und einmal den Jäger Günter Fischer mit seinem Jagdgewehr. 
Was wissen die Kinder jetzt? „So viel mehr als vorher“, sagt Matteo. „Der Förster ist auch ein Jäger, aber der Jäger ist kein Förster.“ Zum Thema „Warum trägt und benützt der Jäger ein Gewehr“, brachten die Kinder folgendes in Erfahrung: Der Jäger kümmert sich um Tiere im Wald und erschießt kranke und alte Tiere. Auch der Dachs richtet immer wieder Schäden beim Maisfeld an; er knabbert viele Maisstängel an und knickt diese ab. Da schaut der Jäger, dass es nicht zu viele „Dachse“ gibt. „Füchse schießt er auch“, wissen Matteo und Hannes.

Das macht der Förster

Viel Wissen zum Aufgabengebiet des Försters wurde ihnen an den zwei Tagen im Wald vermittelt. Auch konnten die Kinder verschiedene Tiere betrachten und deren Fell erfühlen. Louisa und Finja erzählten: „Der Förster kümmert sich um den Wald, die Bäume und die Tiere. Er ist die ,Polizei’ vom Wald, weil er schaut, dass im Wald kein Feuer gemacht wird oder keine Autos fahren. Und er schaut, ob alle Hunde angeleint sind. Er sprüht die Bäume an, die aus dem Wald raus müssen, weil sie zu dicht stehen. Die Bäume fällt aber jemand anderes. Er ist der Boss und gibt die Befehle, weil er ja auch sowas studiert hat.“ Uns haben auch die ausgestopften Tiere gut gefallen, der Fuchs ist weich und flauschig, der Dachs und das Wildschwein borstig und stachelig – das berichten Lilli und Erva.  
Auch brachten die Kinder ihre Fragen zum Gewehr an den Mann: Sie wissen jetzt, dass ein Schießgewehr nicht mit Batterien oder Strom funktioniert, sondern mit Patronen. Das Schrotgewehr hat goldene Patronen. In einer Patrone sind 100 kleine Kügelchen. Die schießt der Jäger mit dem Gewehr auf ein Tier, das Fell wird auseinandergeschoben, die Patrone geht so schnell ins Tier, dass es nichts spürt, wie Matteo weiß.

Spiele im Wald

Der Förster nutzte den Wald auch als Spielfläche und führte die Kinder in neue Waldspiele ein. Auch dies blieb den Kindern in Erinnerung: „Die Spiele im Wald waren toll, zum Beipsiel das Vogelspiel mit dem Nestbau und der ,Würmer-Suche’, das Wasserspritzspiel: ,Reh und Luchs’. Und das Spiel ,Förstermütze’ sowie ,Welcher Baum muss raus?’“, berichten Hannes und Liam. 

Auf den Hochsitz klettern

Eine besondere Erlaubnis erhielten die Kinder im Beisein vom Jäger. Hier war Überwindung gefragt, denn die Kinder durften auf den Hochsitz steigen. Leon und Adrian erinnern sich: „Der Hochsitz war richtig hoch, der Auf- und Abstieg war spannend, weil wir mutig sein mussten. Die Aussicht oben war dann toll“.

Im Wald nur Gäste

Im Wald ist es sehr schön, stellten die Kinder abschließend fest, ergänzten gemeinsam noch ihr Wissen und erklärten: „Wenn wir das nächste Mal in den Wald gehen, wissen wir, dass es einen Moos-, einen Fichten- und einen Laubwald in Albershausen gibt und dass jeder Wald anders ist. Auch passen wir auf unseren Wald mit auf, gehen achtsam durch den Wald, beobachten Schnecken, Moos, Pilze, Vögel, Bäume und Rinde.“ Und: „Wir sammeln den Müll auf, den wir im Wald finden, weil uns und den Tieren, die da leben, das nicht gefällt. Die Tiere wohnen im Wald – wir sind nur Besucher im Wald.“

Das Projekt

Wir lesen ist ein medienpädagogisches Projekt der NWZ, unterstützt von der Kreissparkasse Göppingen. Nachwuchs-Journalisten aus Kindergärten und Schulen gehen dabei auf Recherche und berichten so – ausgestattet mit einem Kinderreporterausweis – über die unterschiedlichsten Themen aus ihrem Alltag. So soll vor allem Lust aufs Lesen und Schreiben gemacht sowie Medienkompetenz vermittelt werden.