Im Zuge des NWZ-Projekts „Wir lesen mini“ besuchten die Reporter des Kinderhauses „Kleine Welt“ den Bürgermeister von Salach, Julian Stipp, um ihn zu interviewen.
Ausgerüstet mit dem Presseausweis machten sich die Kinder, in Begleitung des Maskottchens Kritzel und ihrer Erzieherinnen, auf den Weg ins Rathaus. Bereits auf dem Weg zum Rathaus überlegten die Reporter des Kinderhauses, wie viele Fenster das Rathaus wohl hat. Am Ziel angekommen, gingen die Köpfe nach oben und alle versuchten, die Fenster des Rathauses zu zählen. Die Kinder kamen jedoch schnell zum Ergebnis: „Das Rathaus ist groß und hat viele Fenster“.

Abgeholt vom Bürgermeister

Im Schaukasten vor dem Rathaus hatten die Kinder das Bild des Rathauschefs rasch entdeckt. Nun wurde geklingelt und ein Reporter meldete sich ganz formal „Wir sind Reporter vom Kindergarten „Kleine Welt“ und haben einen Termin beim Bürgermeister“. Der Bürgermeister ließ auch nicht lange auf sich warten und holte uns persönlich vor der Eingangstür ab. Bereits der Eingangsbereich war für uns schon etwas Besonderes. Die Kinder staunten über die Höhe des Gebäudes und die Anzahl der Türen und Treppen. Das eine oder andere Kind konnte sich auch erinnern, schon einmal im Rathaus gewesen zu sein. Der Bürgermeister führte uns sodann in den ersten Raum des Rathauses. Nachdem alle einen Platz gefunden hatten, starteten die Kinder mit ihren Fragen.

Der Löwe in verschiedenen
Farben.

Großes Interesse weckten vor allem die Löwen in den verschiedenen Farben, welche die Gemeinde Salach verschönern. Dazu die Frage eines Kindes: „Warum gibt es in Salach die farbigen Löwen?“
Herr Stipp erklärte, dass der „Stauferlöwe“ das Wappentier der Burggründer, der sogenannten Staufer war. Zusammen mit den Kindern besprach Herr Stipp die Bedeutung dieses Tieres. Die Kinder waren sich schnell einig und zählten die Vorzüge des Tieres auf. Diese waren vor allem stark, groß und furchterregend.
Ein weiteres Kind fragte: „Wie viele Menschen arbeiten denn im Rathaus?“
Herr Stipp gab an, dass allein im Rathaus um die 38 Mitarbeiter arbeiten. Hinzu kommen noch Mitarbeiter des Bauhofs sowie die Erzieher, sodass insgesamt um die 132 Personen bei der Gemeinde Salach beschäftigt sind.

Was macht ein Bürgermeister?

Der Wissensdurst der Kinder war jedoch noch lange nicht gestillt, sodass sie noch wissen wollten: „Was macht ein Bürgermeister denn überhaupt so alles“?
Der Bürgermeister zählte daraufhin seine Tätigkeiten auf, darunter viele Mails bearbeiten, Briefe und Reden am PC verfassen und vieles mehr.
Die nächste Frage eines Reporters war: „Wann beginnst du zu arbeiten“?
Da erklärte Herr Stipp, dass sein Arbeitstag etwas später beginnt, aber dafür auch ziemlich lange andauert.
Da im Rathaus noch weitere Mitarbeiter arbeiten, lag die nächste Frage nahe: „Wer bestimmt denn im Rathaus, außer dem Bürgermeister?“
Herr Stipp entgegnete darauf, dass er nicht in allen Angelegenheiten alleine bestimmt, sondern der Gemeinderat hier ebenfalls eine sehr große Rolle spielt. Weiter führte er aus, dass es vielfältige Aufgaben zu erledigen gibt und hierfür im Gemeinderat verschiedene Gremien zuständig sind. Er gab weiter an, dass die Menschen, die in diesen Gremien sitzen, sich gut auskennen und zum Beispiel für die Spielgeräte im Kindergarten, den Verkehr wie den Bus und die Bahn oder die Straßenbeleuchtung zuständig sind.

Viele Zimmer im Rathaus

Aufgrund der Größe des Gebäudes kam auch schon die nächste Frage auf: „Wie viel Zimmer gibt es denn im Rathaus?“
Herr Stipp überlegte nicht lange und schlug daraufhin vor, die Zimmer gemeinsam zu zählen. Wir machten uns sogleich auf den Weg durch das Rathaus und begrüßten dabei die einzelnen Mitarbeiter, zum Beispiel die des Personalbüros, der Finanzen, der Hauptamtsverwaltung, des Bauamts, des Standesamts, uvm. Überall wurden die kleinen Reporter mit einem strahlenden Lächeln begrüßt, sodass das tatsächliche Zählen der Anzahl von Räumen in den Hintergrund gelang.
Zum Abschluss des Besuchs wurden die Reporter vor dem blauen Löwen fotografiert. Herr Stipp verteilte noch eine leckere Wegzehrung und dann verabschiedeten wir uns auch schon und gingen zurück in den Kindergarten.

Das Projekt

Wir lesen ist ein medienpädagogisches Projekt der NWZ, unterstützt von der Kreissparkasse Göppingen. Nachwuchs-Journalisten aus Kindergärten und Schulen gehen dabei auf Recherche und berichten so – ausgestattet mit einem Kinderreporterausweis – über die unterschiedlichsten Themen aus ihrem Alltag. So soll vor allem Lust aufs Lesen und Schreiben gemacht sowie Medienkompetenz vermittelt werden.