Kreis Göppingen Nur wenige geimpft

Kreis Göppingen / SWP 02.04.2016

Die Gefahr durch Zecken dürfe gerade jetzt im Frühjahr nicht unterschätzt werden, schreibt die Krankenkasse AOK in einer Pressemitteilung. Ein Zeckenbiss könne schwerwiegende Folgen haben. Die kleinen Tiere übertragen Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose.

Die AOK Neckar-Fils weist darauf hin, dass der Kreis Göppingen vom Robert-Koch-Institut, der zentralen Forschungseinrichtung zu Infektionskrankheiten in Deutschland, als FSME-Risikogebiet eingestuft wird. "Wir empfehlen eine Schutzimpfung gegen FSME-Viren für alle, insbesondere diejenigen, die sich häufig in der Natur aufhalten", sagt Johannes Bauernfeind, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils. Der Anteil der Versicherten, der gegen FSME geimpft ist, liege im Kreis Göppingen bei 15,5 Prozent und damit unter dem landesweiten Schnitt von 21 Prozent. Symptome einer Infektion durch das FSME-Virus können grippeähnliche Beschwerden wie Fieber oder Kopfschmerzen sein. "Meistens heilt die Krankheit ohne größere Probleme wieder aus. Ist aber das zentrale Nervensystem oder das Rückenmark betroffen, kann es zu schweren bleibenden Schäden kommen", erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein.

Anzeichen für eine Borreliose kann eine ringförmige Hautrötung um den Zeckenbiss und an anderen Körperstellen sein, die so genannte Wanderröte. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Die Behandlung dieser Krankheit ist aber durch Antibiotika möglich.

Während im Kreis Göppingen im Jahr 2014 unter AOK-Versicherten keine Fälle von FSME aufgetreten sind, gab es 332 Fälle von Borreliose, was ungefähr dem Durchschnitt der vorhergegangenen fünf Jahre mit 327 Fällen entspricht.